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Personal Trainer erklärt: Auf diese 5 Warnzeichen solltet ihr achten, bevor ihr das Workout eines Fitness-Influencers macht

·Lesedauer: 5 Min.

Fitness-Influencerinnen und -Influencer gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Das Problem ist jedoch, dass die fehlende Reglementierung in den sozialen Medien bedeutet, dass jeder Fitness-Ratschläge geben kann. Aus diesem Grund kursieren zahlreiche Fehlinformationen, die potenziell schädlich sein können.

Eine kürzlich durchgeführte Studie über Fitness-Inhalte auf Tiktok hat ergeben, dass 27 Prozent der analysierten Videos eine fehlerhafte Körperhaltung oder inkorrekte Anweisungen enthielten. Am häufigsten wurden Übungen mit einer Kettlebell falsch ausgeführt — in 80 Prozent der Zeit. Wer jedoch selbst kein Experte ist, wird das wahrscheinlich nicht bemerken.

Nur weil jemand eine große Fangemeinde hat und Profi im Posieren ist, heißt das nicht, dass sie oder er auch qualifiziert ist, Ratschläge zu geben. Das erklärte der Personal Trainer Liam Cavanagh im Gespräch mit Business Insider. Cavanagh ist der Gründer von Bel, einer Website, die Menschen, die auf der Suche nach Online-Fitness-Coaches sind, mit qualifizierten Personal Trainern zusammenbringt. Diese wurden zuvor überprüft und verifiziert und helfen den Interessenten ihre spezifischen Ziele zu erreichen.

Die Idee zu Bel kam dem Londoner aus Frustration darüber, dass so viele unqualifizierte Influencerinnen und Influencer anderen Menschen Ratschläge zum Thema Training und Ernährung geben und oft auch noch davon profitieren.

Liam Cavanagh ist ein Personal Trainer und der Gründer von Bel.
Liam Cavanagh ist ein Personal Trainer und der Gründer von Bel.

"So viele Leute suchen auf Instagram nach einem Online-Coach. Doch ihre Suchergebnisse basieren darauf, wem sie folgen, mit welchen Accounts sie interagieren und wer ihnen folgt. Die Suche berücksichtigt nicht, welche dieser Coaches tatsächlich relevante Erfahrungen haben", sagte er. "Es wird immer berücksichtigt, wie viele Follower und Likes jemand auf seinem Profil hat. Doch beides sind keine Indikatoren für gutes Online-Coaching."

Als Beispiel führt Cavanagh Personen an, die in Reality-TV-Shows auftreten und dadurch eine riesige Fangemeinde aufbauen und dann anfangen, Fitnessprogramme zu verkaufen. Dabei haben sie keinerlei Qualifikationen oder Coaching-Erfahrung. Analog dazu haben viele exzellente Personal Trainer eine relativ bescheidene Fangemeinde in den sozialen Medien.

Es gibt sicherlich auch viele gute und qualifizierte Fitnessexpertinnen und -experten in den sozialen Medien, denen ihr vertrauen könnt. Doch bevor ihr das nächste Mal einen Rat von eurer liebsten Fitness-Influencerin oder eurem liebsten Fitness-Influencer annehmt, solltet ihr auf folgende Warnsignale achten.

1. Oberflächliche statt lehrreiche Inhalte

Eine Personal Trainerin oder ein Personal Trainer, dem es wirklich darum geht, anderen zu helfen und korrekte Informationen zu verbreiten, wird auf dem eigenen Instagram-Feed nicht überwiegend ihren oder seinen Körper zur Schau stellen. Cavanagh schlägt vor, dass ihr euch zunächst die Inhalte anschaut, die eine Fitness-Influencerin oder ein Fitness-Influencer veröffentlicht und euch fragt: "Sind sie lehrreich und kann ich daraus etwas für mich mitnehmen oder sind sie eher eitel und stellen vor allem Highlights aus ihrem eigenen Leben zur Schau?"

2. Sie posten hauptsächlich Produktwerbung

Gegen gesponserte Inhalte und bezahlte Werbung auf Social Media ist nicht unbedingt etwas einzuwenden — schließlich müssen auch Vollzeit-Influencerinnen und Influencer ihre Rechnungen bezahlen. Doch es lohnt sich, darauf zu achten, wie viel Produktwerbung eine Influencerin oder ein Influencer auf dem Profil macht und welche Art von Produkten beworben werden. "Skinny Detox-Tee" beispielsweise kann an sich schon ein Warnzeichen sein.

Ein weiteres Warnzeichen ist Cavanagh zufolge, wenn das Profil einer Influencerin oder eines Influencers voll von den folgenden Sätzen ist: "Ihr solltet dieses Produkt kaufen, ich habe einen Promo-Code dafür." Cavanagh rät: "Achtet auf Leute, die nur für Produkte werben, anstatt tatsächlich Fitness-bezogene Ratschläge zu geben."

https://www.instagram.com/p/CLUS5rFM7kv/?utm_source=ig_embed

3. Fehlende Qualifikationen und Erfahrung

Keine Qualifikationen zu haben, ist ein "großes Problem", so Cavanagh. Nur weil jemand keine Referenzen in seiner Biografie aufgeführt hat, heißt das aber nicht gleich, dass die Person nicht qualifiziert ist. Falls ihr euch unsicher seid, solltet ihr auf jeden Fall nachfragen. Cavanagh merkt an, dass die Einstiegshürde für ein Personal Trainer "relativ niedrig" ist, weshalb ihr direkt auch nach Erfahrungswerten fragen solltet. Und lasst euch nicht von der Wortwahl täuschen — jeder kann sich "Trainerin" oder "Trainer" nennen. In vielen Fällen hat das jedoch nur wenig zu bedeuten.

4. Ein "entweder mein Weg oder gar nicht"-Ansatz

Gute Trainerinnen und Trainer wissen, dass es für Gesundheit und Fitness keine Patentlösung gibt. Wenn also eine Influencerin oder ein Influencer darauf besteht, dass jeder genau das tun muss, was sie vormachen, ist das ein starkes Warnsignal. Nur weil es für sie funktioniert hat, heißt das schließlich nicht, dass es bei anderen auch auf dieselbe Weise funktioniert. "Es gibt viele verschiedene Wege, ein bestimmtes Ziel zu erreichen", so Cavanagh. "Die Rolle eines Coaches sollte es sein, die Methoden zu finden, die für eine Person funktionieren und mit ihr gemeinsam daran zu arbeiten."

Es ist wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, dass ihr selbst dann, wenn ihr genau so esst und trainiert wie eure liebsten Fitness-Influencer, immer noch nicht wie diese aussehen würdet. Ganz einfach, weil auch die Genetik eine große Rolle dabei spielt. Sie ist zudem oft der Grund dafür, dass manche Influencerinnen und Influencer überhaupt erst ihre riesige Fangemeinde aufgebaut haben.

https://www.instagram.com/p/CKUMsGhj1Mc/

5. Ausschließlicher Fokus auf kurzfristige Transformationen

"Vorher-Nachher"-Bilder können sehr überzeugend wirken. Tatsächlich sind sie aber höchst problematisch und sollten niemals so gedeutet werden, dass eine Trainerin oder ein Trainer das Handwerk versteht. Erstens teilen sie vielleicht nur die Transformationen von einem kleinen Teil ihrer Kunden. Zweitens sollten kurzfristige Körperveränderungen eigentlich nicht das Ziel sein — Coaches sollten euch dabei helfen, dauerhafte Veränderungen zu erreichen.

Einige Coaches sind auf ästhetische Veränderungen spezialisiert und es ist natürlich eure Sache, wenn ihr einzig und allein dieses Ziel verfolgt. Aber was ihr wirklich suchen solltet, sind Trainerinnen und Trainer, die eure allgemeine Gesundheit fokussieren. Aus diesem Grund schlägt Cavanagh vor, nach Erfahrungsberichten von aktuellen oder früheren Kunden zu suchen. Und scheut euch nicht, danach zu fragen.

Instagram und Tiktok haben nicht sofort auf die Anfrage von Business Insider nach einem Kommentar reagiert.

Dieser Artikel wurde von Ilona Tomić aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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