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Patientenschützer: Nicht nur Intensivregister als Maßstab nehmen

·Lesedauer: 1 Min.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Patientenschützer Eugen Brysch fordert für die Bewertung der Corona-Lage mehr Transparenz von Krankenhäusern und hält den Blick auf die Auslastung der Intensivstationen für nicht ausreichend. "Wie sieht es denn in den anderen Stationen in einem Krankenhaus aus?", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk. "Wie ist da die Auslastung? Wie ist da die Personaldecke?" All dies müsse man eigentlich in einen Covid-19-Radar einfließen lassen.

"Mit dem Divi-Register schauen wir ja nur auf einen ganz kleinen Mikrozensus in einem Krankenhaus, nämlich auf die Intensivstation", sagte Brysch. In dem Register werden täglich die Intensiv-Behandlungskapazitäten in Deutschland erfasst. Wer für die medizinische Versorgung in Deutschland zuständig sei, müsse alles offenlegen, forderte er. "Alles auf den Tisch! Aber davon sind wir noch weit entfernt. Weil Krankenhäuser sind alles - sie sind nicht transparent", sagte Brysch.

Auch die Hospitalisierungsinzidenz schaffe eigentlich keine Transparenz, beklagte der Patientenschützer. Dort werde nur erfasst, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen seien. Bei vielen Patienten stelle man aber erst im Nachhinein eine Infektion fest.

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