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Patientenschützer: Gleiche Corona-Beschränkungen bei gleicher Lage

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BERLIN (dpa-AFX) - Patientenschützer fordern bei neuen Schritten gegen die stark zunehmenden Corona-Infektionen einheitliche Maßstäbe in ganz Deutschland. "Damit weiterhin möglichst viele mitmachen, braucht es bei gleicher Lage auch die gleichen Beschränkungen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Daran kranke das bisherige Vorgehen von Bundeskanzlerin und Länderchefs. Nötig seien bundesweit einheitliche Maßnahmen nicht nur bei 35 und 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner über sieben Tage in einem Kreis, sondern auch für 100, 200 und 300.

Dies sei dann konsequent einzuhalten und endlich zu kontrollieren, sagte Brysch. "Denn es gilt, einen nationalen Lockdown wie im Frühjahr zu verhindern." Bevor ein örtlicher Lockdown verhängt werde, müssten Schutzmaßnahmen für Pflegebedürftige, Heimbewohner und Krankenhauspatienten stehen. Dazu gehörten der Infektionsgrundschutz, eine lückenlose Kontaktdokumentation und regelmäßige PCR-Tests sowie auch täglich zusätzliche Schnelltests und lokale "Taskforces".

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen angesichts stark steigender Infektionszahlen am Mittwoch über zusätzliche Maßnahmen beraten, um die Ausbreitung zu bremsen. Brysch betonte, die Schwellenwerte vor Ort seien "Seismographen für das drohende Beben", das vor allem Menschen der Hochrisikogruppe treffe.