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Pandemie bremst Gucci: Mutterkonzern Kering erzielt weniger Umsatz

·Lesedauer: 1 Min.

Die Boutiquen sind in der Pandemie geschlossen. Darunter leidet der Umsatz des französischen Luxusriesen Kering. Auch der Gewinn ist deutlich eingebrochen.

Der Umsatzrückgang der Nobelmarke Gucci hat die Erlöse des französischen Luxusgüterkonzerns Kering weiter belastet. Der Konzernumsatz sank im Schlussquartal 2020 im Jahresvergleich um rund acht Prozent auf vier Milliarden Euro, wie Kering am Mittwoch in Paris mitteilte. Auf vergleichbarer Basis - also ohne Portfolio- und Währungseffekte - ging der Umsatz um fünf Prozent zurück. Dem Konzern gehören neben Gucci auch Marken wie Yves Saint Laurent oder Bottega Veneta.

Nachdem geschlossene Geschäfte und die Corona-Maßnahmen im ersten Halbjahr deutlich auf die Bilanz gedrückt hatten, sei man nun wieder auf dem Weg der Besserung, sagte Kering-Chef François-Henri Pinault. Deutlich stärker belastet den Konzern dagegen seine neue Strategie, den Vertrieb von Gucci im Großhandel herunterzufahren.

Dadurch will Kering das eigene Image und die Preise für Lederhandtaschen und weitere Artikel besser kontrollieren. Langfristig könnte sich der neue Weg für Kering bewähren, glauben Analysten. Die Luxusmarke steuert nach wie vor dem Löwenanteil zu den Erlösen bei.

Die Corona-Pandemie hatte dem jahrelangen rasanten Wachstum von Gucci abrupt ein Ende gesetzt. Im Schlussquartal 2020 sackte der Umsatz der Marke auf vergleichbarer Basis um zehn Prozent auf 2,28 Milliarden Euro ab. Die andere bekannte Kering-Marke Bottega Veneta schaffte dagegen mehr Erlöse, während Yves Saint Laurent auf der Stelle trat.

Auf Jahressicht ergibt sich auf vergleichbarer Basis für Kering ein Umsatzrückgang von rund 16 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn fiel um fast 40 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro.