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Nur ein Prozent der Baby-Boomer hören auf Finanztipps von Freunden und Familie — und so tickt die Gen Z bei der Geldanlage

·Lesedauer: 3 Min.
Junge Menschen unterscheiden sich in ihren finanziellen Entscheidungen stark von der älteren Generation
Junge Menschen unterscheiden sich in ihren finanziellen Entscheidungen stark von der älteren Generation

Egal in welchem Alter ihr seid, Geld spielt wohl immer eine wichtige Rolle. Und mit dem ersten Gehalt kommen auch spätestens die ersten Fragen: Wo will ich mein Konto eröffnen? Wie investiere ich mein Geld? Was ist mir bei meiner Anlage-Strategie wichtig?

Dabei ist der Unterschied zwischen den Generationen bei der Auswahl dieser Finanzprodukte groß. Das hat WeltSparen, eine Plattform für Geldanlage, mehr als 2000 Deutsche über das Meinungsforschungsinstitut YouGov in einer repräsentativen Generationen-Studie herausgefunden.

„Mit dem Alter steigt das Bedürfnis nach Flexibilität“

42 Prozent der Befragten haben entscheiden, dass jederzeit Zugriff auf sein Geld zu haben, zum wichtigsten Kriterium bei der Geldanlage zählt. Dabei wird der Unterschied zwischen den Altersgruppen deutlich: Je älter der Mensch ist, desto wichtiger ist es ihm, flexibel auf sein Geld zugreifen zu können. Während bei jungen Erwachsenen der Generation Z (18 bis 25 Jahre) nur 31 Prozent jederzeit die Möglichkeit haben wollen, die Ersparnisse zu nutzen, sind es bei den Älteren weitaus mehr: In der Babyboomer-Generation (ab 55 Jahren) möchte mehr als die Hälfte (52 Prozent) jederzeit auf ihr Geld zugreifen. „Mit dem Alter steigt das Bedürfnis nach Flexibilität und Zugriff auf das eigene Vermögen stark an“, sagt Finanzexpertin Katharina Lüth von Weltsparen.

Knapp jede dritte Befragte (32 Prozent) will vor einer Anlageentscheidung verstehen, was genau sich hinter Unternehmen und Angebot verbirgt. Gleichauf wünschen sich Millennials und Babyboomer (32 Prozent) verständliche Finanzprodukte, in der Generation X (35 bis 44 Jahre) sogar 36 Prozent. Anders sieht es bei der Generation Z, der jüngsten Befragten, aus: Hier ist es nur jedem vierten Befragten (26 Prozent) wichtig, das Finanz-Angebot wirklich zu verstehen.

Laut der Weltsparen-Studie sagen 33 Prozent der Befragten, dass ihnen bei ihrer Entscheidung für einen Anbieter auch wichtig ist, diesem zu vertrauen. Die Gruppe, denen Vertrauen am wichtigsten ist, ist die Generation Z, mit 38 Prozent. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Befragten wünscht sich von Finanzanbietern, dass sie die Kosten schlüssig und nachvollziehbar kommunizieren.

Junge Erwachsene legen wenig Wert auf Erklärungen

Nicht nur die Kosten klar gesagt zu bekommen, sondern auch das dazugehörige Risiko und die Rendite, die erwartet wird, will fast jeder dritte Deutsche (29 Prozent) von Finanzdienstleistern transparent erklärt bekommen. Doch anders tickt die Generation Z: Hier ist nur für ein Fünftel (21 Prozent) dieses Kriterium entscheidend. Unter den etwas Älteren herrscht ein höherer Erklärungsbedarf: Klare Erläuterungen wünschen sich 34 Prozent der Millennials und sogar 36 Prozent der Generation X. Heißt: Je jünger man ist, desto weniger will man die Produkte auch verstehen.

Bei der Auswahl von Finanzprodukten spielt die Sympathie des Anbieters, laut der Weltsparen-Studie, eine nachrangige Rolle. Lediglich vier Prozent der Deutschen treffen ihre Entscheidungen danach, ob ihnen das dahinterstehende Unternehmen sympathisch ist. Finanzexpertin Lüth zu Business Insider: "Die reine Sympathie für einen Anbieter ist allein jedoch für keine Generation bei der Geldanlage entscheidend – sollte sie auch nicht. Das beruhigt, denn am Ende zählt insbesondere bei Finanzgeschäften die Zuverlässigkeit."

Auf Finanztipps von Freunden und Familie hören nur wenige

Jetzt seid ihr auf einer Familienfeier und einige Gäste reden über Geld und wo sie es anlegen, empfehlen anderen Bekannten das auch so zu tun – hat das Auswirkungen auf das persönliche Verhalten? Die Weltsparen-Studie sagt ganz klar: Nein. Persönliche Empfehlungen aus Familie und Freundeskreis sind nur für eine Minderheit von drei Prozent der Deutschen ausschlaggebend, wenn es um finanzielle Entscheidungen geht.

Deutlich empfänglicher für Empfehlungen sind sieben Prozent der Millennials und fünf Prozent der Generation Z. „Ihre alltägliche Erfahrung mit Influencer Marketing und Social Media könnte möglicherweise dazu beitragen, dass sie stärker auf die Empfehlung Dritter vertrauen“, heißt es in der Studie.

Anders dazu verläuft der Trend bei den ältesten Befragten. Die Babyboomer geben wenig auf persönliche Ratschläge: Nur ein Prozent verlässt sich bei der Wahl von Finanzpartnern auf Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis.

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