Langlauf-Weltcup wird zur Farce

SID
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Der Langlauf-Weltcup verkommt zum Muster ohne Wert. Mit Schweden zieht sich nach Norwegen ein weiteres Top-Team aus dem aktuellen Renngeschehen zurück, und auch Finnland folgt dem Beispiel der Nachbarn. Das teilten die jeweiligen Verbände am Mittwoch mit Verweis auf die Corona-Lage mit.

Die Entscheidung gilt wie jene der Norweger um die Topstars Johannes Hösflot Klaebo und Therese Johaug zunächst für die Weltcups in Davos und Dresden im Dezember. Ob Schweden und Finnland auch auf den ersten Saisonhöhepunkt Tour de Ski im Januar verzichten werden, ist offen (Skilanglauf: Der Kalender)

Weltcups finden statt

FIS-Renndirektor Pierre Mignerey zeigte im norwegischen Rundfunk (NRK) Verständnis für die Absagen, verwies aber auf das funktionierende Sicherheitskonzept. Die Weltcups würden dennoch stattfinden. "Selbstverständlich ist es immer am besten, die besten Athleten am Start zu haben, aber es ist auch wichtig für die anderen Nationen, weiter Wettkämpfe bestreiten zu können", sagte er.

Aktuell könne man eine sichere An- und Abreise zu den Weltcup-Orten nicht gewährleisten, hieß es dagegen in der Mitteilung des schwedischen Verbandes. Außerdem seien die Folgen einer möglichen COVID-19-Erkrankung für Spitzensportler unklar. "Keiner von uns ist bereit, dieses Risiko einzugehen", sagte Teamarzt Per Andersson. Langlaufchef Daniel Fahraeus sprach von einer "sehr schwierigen Entscheidung", die aus gesundheitlichen Gründen aber unumgänglich gewesen sei.

Beim Weltcup-Auftakt in Ruka am vergangenen Wochenende hatten die Langläufer aus dem hohen Norden alle sechs Wettbewerbe gewonnen - fünf Norwegen, einen Schweden. Bei den Frauen gingen sogar acht der neun Podestplätze an die Skandinavierinnen (drei bzw. fünf), bei den Männern sechs (alle Norwegen).