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NordLB kann Dividenden erst mit 2 Jahren Verspätung zahlen

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die mit Milliarden öffentlichen Geldern gerettete NordLB wird wegen der Coronakrise offenbar erst später als geplant in der Lage sein, Dividenden zu zahlen.

NordLB-Chef Thomas Bürkle sagte am Freitag bei einer Videokonferenz, dass sich die geplante Dividendenfähigkeit voraussichtlich um zwei Jahre verschieben werde. Ursprünglich sollte die Landesbank bereits 2023 wieder auf so soliden Füßen stehen, dass eine Ausschüttung erfolgen kann. Die Entscheidung über eine Dividende liegt bei den Eigentümern.

Bei der angestrebten Eigenkapitalrendite von 7% und der Kosten-Ertragsquote von unter 50% bis 2024 sieht Bürkle die Bank hingegen auf Kurs. Auch operativ laufe es gut. “Trotz Corona ist die Bank gut positioniert”, sagte er.

Die NordLB hatte in diesem Jahr viel Geld zurückgelegt, um auf mögliche Kreditausfälle von Kunden in Folge der Pandemie vorbereitet zu sein. Für die ersten neun Monate wies die Bank eine Vorsorge von insgesamt 275 Millionen Euro aus. Auch viele andere Banken haben entsprechende Rücklagen gebildet.

Die NordLB war im vergangenen Jahr wegen hoher Schiffskredit-Risiken mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Rettungspaket gestützt worden. Um grünes Licht für die Kapitalzufuhr von der Europäischen Kommission zu erhalten, versprach die Bank, kleiner und regionaler zu werden.

Erst in dieser Woche hatte die NordLB angekündigt, ihren Immobilienfinanzierer Deutsche Hypo vollständig ins Mutterhaus zu integrieren. Durch den Schritt sollen die Kosten sinken.

Zu der von einigen Städten und Landkreisen ins Spiel gebrachten Herauslösung der Braunschweigische Landessparkasse (BLSK) aus der NordLB sagte Bürkle, es würden dazu Gespräche auf Träger-Ebene laufen. Entscheidungen seien nicht gefallen. Auf keinen Fall dürften sich Kapitalquoten und Ertragssituation der NordLB bei einer solchen Transaktion verschlechtern.

(Ergänzt um Braunschweigische Landessparkasse im letzten Absatz)

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