Deutsche Märkte schließen in 3 Stunden 21 Minuten
  • DAX

    15.130,23
    -394,04 (-2,54%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.074,91
    -110,06 (-2,63%)
     
  • Dow Jones 30

    34.160,78
    -7,31 (-0,02%)
     
  • Gold

    1.786,80
    -8,20 (-0,46%)
     
  • EUR/USD

    1,1135
    -0,0012 (-0,11%)
     
  • BTC-EUR

    32.640,79
    -621,52 (-1,87%)
     
  • CMC Crypto 200

    823,39
    +3,89 (+0,47%)
     
  • Öl (Brent)

    87,35
    +0,74 (+0,85%)
     
  • MDAX

    32.764,65
    -461,94 (-1,39%)
     
  • TecDAX

    3.367,67
    -44,20 (-1,30%)
     
  • SDAX

    14.678,04
    -333,09 (-2,22%)
     
  • Nikkei 225

    26.717,34
    +547,04 (+2,09%)
     
  • FTSE 100

    7.423,99
    -130,32 (-1,73%)
     
  • CAC 40

    6.851,90
    -171,90 (-2,45%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.352,78
    -189,34 (-1,40%)
     

Nicht zu unterschätzen: Nebenkosten beim Immobilienkauf

·Lesedauer: 3 Min.
Nicht zu unterschätzen: Nebenkosten beim Immobilienkauf

Wer eine Immobilie kaufen will, sollte auch die Nebenkosten für den Erwerb im Blick haben. Welche Kosten zusätzlich anfallen und wie man sie berechnet erfahren Sie hier.

Statt jeden Monat Miete zu bezahlen, ist das Geld doch viel besser angelegt, wenn man es in die eigene Immobilie investiert – das sagt sich mancher. Doch vor dem Kauf steht immer die Frage der vollständigen Finanzierung. Dabei sollten künftige Immobilienbesitzer nicht nur den reinen Kaufpreis eines Objekts mit einplanen, sondern auch die Kaufnebenkosten.

Maklerprovision

Ob beim Immobilienkauf Maklerprovision anfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich können Objekte natürlich auch ohne Zutun eines Vermittlers verkauft werden. In einem solchen Fall fällt auch keine Provision an.

Ist ein Makler eingeschaltet, fallen Kosten an. Ob die der Käufer, der Verkäufer oder beide Parteien Maklerkosten zahlen müssen, hängt davon ab, was vereinbart wurde. Es gibt die Möglichkeit, dass eine Verkäufer-Courtage vereinbart wird. In diesem Fall beauftragt der Verkäufer einen Makler für den Verkauf und zahlt die Courtage allein.

Umgekehrt kann der Käufer einen Makler mit der Suche nach einem passenden Objekt beauftragen, wobei er dafür dann eine Provision für die erfolgreiche Vermittlung bezahlt.

Gesetzliche Neuregelung

Üblich ist es aber meist, dass die Maklerkosten zwischen beiden Parteien aufgeteilt werden. Bis Ende 2020 konnte die Höhe dafür variieren, so dass eine Partei einen höheren Anteil zahlen musste als die andere. Seit dem 23. Dezember 2020 ist jedoch bundesweit eine gesetzliche Neuregelung für Maklerprovision in Kraft. Die besagt, dass kein Käufer einen höheren Anteil zahlen darf, als der Verkäufer.

Wie hoch die Provision ausfällt, hängt vom Bundesland und der Marktlage ab. „In der Regel gilt die jeweilige ,ortsübliche Maklerprovision‘, die bei privaten Immobilienverkäufen in Deutschland meist zwischen fünf und sieben Prozent des Kaufpreises liegt. Zwischen den verschiedenen Regionen Deutschlands können die Maklerprovisionen teils gravierende Unterschiede aufweisen, sodass bei einem Verkaufspreis in gleicher Höhe die Courtage unterschiedlich ausfallen kann“, erklärt das Immobilienportal Immo Scout24.

Grunderwerbssteuer

Während die Kosten für einen Makler nicht bei jedem Kauf anfallen, ist das bei der Grunderwerbsteuer anders. Sie muss immer beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie gezahlt werden. Geregelt ist diese Steuer im Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG).

Je nach Bundesland variiert die Höhe zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Am niedrigsten fällt die Grunderwerbsteuer mit 3,5 Prozent in Bayern und Sachsen aus. Den Höchstsatz von 6,5 Prozent müssen Käufer in Schleswig Holstein, Thüringen, dem Saarland und in Brandenburg zahlen.

Da die Grunderwerbsteuer die höchsten Nebenkosten beim Immobilienkauf ausmachen, empfehlen die Experten, sie in jedem Fall auch bei der Finanzierung mit zu berücksichtigen. Immerhin würden schon bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro und dem Höchstsatz von 6,5 Prozent allein 13.000 Euro zusätzlich nur für Grunderwerbsteuer anfallen.

Notar- und Grundbuchkosten

Um einen Kaufvertrag für eine Immobilie gültig abzuschließen, ist eine notarielle Beurkundung und ein Grundbucheintrag nötig. „Grundsätzlich steht die Beurkundung immer in Zusammenhang mit weiteren Kosten. Neben der Beurkundung des Kaufvertrages kommen Notargebühren hinzu wie auch beispielsweise die Kosten für die Beurkundung der Grundschuld. In der Regel belaufen sich Grundbuch- und Notarkosten auf etwa 1,5 bis zwei Prozent vom erzielten Kaufpreis“, so Immo Scout24.

Verhandelbar sind Notarkosten übrigens nicht, denn sie richten sich nach einer streng gesetzlich festgelegten Kostenordnung.

Fazit: Beim Immobilienkauf ist es wichtig, die Kaufnebenkosten zu bedenken. Ausgehend von einem Kaufpreis von 200.000 Euro und den prozentual möglichen Höchstsätzen für Kaufnebenkosten, würden die den Kaufpreis um immerhin 24.000 Euro erhöhen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.