Deutsche Märkte schließen in 2 Stunden 7 Minuten

Neuer Sainsbury’s-Chef soll Aldi und Lidl zurückdrängen

Simon Roberts übernimmt den CEO-Posten bei der britischen Supermarktkette von Mike Coupe. Mit einer Digitaloffensive will er die deutschen Discounter stoppen.

Der Wettbewerb unter den britischen Supermärkten ist hart – und hat nun ein prominentes Opfer gefordert: Mike Coupe, Chef der zweitgrößten Supermarktkette Sainsbury’s, hat seinen Rücktritt angekündigt. Ab Juni wird Simon Roberts das Unternehmen führen.

Der 48-jährige Brite Roberts war erst vor zweieinhalb Jahren zu Sainsbury’s gestoßen und hatte seitdem den Betrieb der Filialen verantwortet. Roberts arbeitet seit seinem 16. Lebensjahr in der Branche. Seine langjährigen Erfahrungen und sein Ruf als konsequenter Digitalisierer machen ihn auch aus Sicht vieler Experten zu einem idealen CEO; sein Name fiel bereits, als vergangenes Jahr Spekulationen über die Zukunft von Coupe kursierten.

Rund ein Viertel der Umsätze erzielt der Konzern – zu dem unter anderem auch die Einrichtungsgeschäfte von Habitat gehören – mittlerweile online. Ins Digitalgeschäft setzen britische Manager große Hoffnungen, nicht zuletzt, weil sie dort der Konkurrenz aus Deutschland voraus sind. Denn Aldi und Lidl lassen den Marktanteil der traditionellen Supermarktketten schrumpfen.

Der scheidende Sainsbury’s-Chef Coupe hatte versucht, den Konzern durch einen Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Asda zu stärken, aber die Wettbewerbsbehörden untersagten die Transaktion. Seitdem war mit einem Abgang des 59-Jährigen gerechnet worden.