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Neue Personalie bei der Union: Yvonne Magwas soll Bundestags-Vizepräsidentin werden

·Lesedauer: 2 Min.
Yvonne Magwas (CDU/CSU) spricht im Bundestag.
Yvonne Magwas (CDU/CSU) spricht im Bundestag.

Die Vorsitzende der Frauen-Gruppe der Unions-Bundestagsfraktion, Yvonne Magwas, soll künftig für die CDU/CSU die Bundestagssitzungen leiten. Das erfuhr Business Insider aus Unionskreisen. Die 41-jährige Bundestagsabgeordnete hätte sich damit gegen die noch amtierende Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die Staatsministerin für Integration, Annette Widmann-Mauz, durchgesetzt. Die männlichen Mitbewerber hätten alle zurückgezogen, heißt es aus Unionskreisen. Interesse an dem Amt des Bundestagsvize hatten unter anderem der Parlamentsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer und Ex-Gesundheitsminister Hermann Gröhe angemeldet.

Vorausgegangen war ein Machtgerangel in der Union. Die Frauen Union und die Gruppe der Frauen im Bundestag hatten ihr Recht angemeldet, ebenfalls bei der Ämterverteilung berücksichtigt zu werden, gerade weil ihr Anteil in der neuen Unionsfraktion im Bundestag mit 23 Prozent extrem gering ausfällt.

Es ist die dritte Legislaturperiode für Magwas. Die Abgeordnete ist die direkt gewählte Vertreterin des Vogtlandkreises. Mitte Oktober war sie bereits mit Äußerungen aufgefallen, als sie sich beim Deutschlandtag der Jungen Union für eine paritätisch besetzte Doppelspitze in der CDU starkmachte.

Magwas forderte zugleich mehr Frauen in Führungspositionen der Partei. Andere Parteien seien hier deutlich weiter. Es gehe hier um Frauen jeden Alters. Auch die Vereinbarkeit von Parteiarbeit und Familie müsse verbessert werden. Für Frauen mit kleinen Kindern seien entsprechende Formate notwendig, nicht abends in Kneipen, sondern Konferenzen per Video oder hybride Formate. Auch müsste es die Möglichkeit geben, Funktionen auch mal ruhen zu lassen.

Bärbel Bas soll künftig die Bundestagssitzungen leiten

Die CDU-Politikerin rief ihre Partei auf, den Themen Frauen und Familien, Gleichberechtigung und Bildung mehr Raum zu geben. Die Union werde oft als kalt wahrgenommen, sie müsse ihr zugeschriebene Kompetenzen bei "weichen und emphatischen Themen" erweitern.

Da traditionsgemäß immer die Fraktion mit den meisten Abgeordneten den Bundestagspräsidenten stellt, hatte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich in der vergangenen Woche bereits Bärbel Bas (SPD) vorgeschlagen. Yvonne Magwas (CDU) wäre dann eine ihrer Stellvertreterinnen. Würde sie nach ihrer Wahl eine Sitzung des Bundestages leiten, so würde sie als amtierender Präsidentin bezeichnet werden und hätte die Ordnungsgewalt im Bundestag inne.

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