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Nächste Entlassungswelle bei McMakler: Fast 60 Personen müssen gehen

Auch langjährige Mitarbeiter seien von der neuen Kündigungswelle betroffen, so das Unternehmen. - Copyright: McMakler
Auch langjährige Mitarbeiter seien von der neuen Kündigungswelle betroffen, so das Unternehmen. - Copyright: McMakler

Das Proptech-Startup McMakler hat am Dienstag erneut 50 Personen betriebsbedingt entlassen. Zusätzlich sollen acht Verträge nicht verlängert werden. Das teilte CEO und Gründer Felix Jahn im Gespräch mit Gründerszene mit. Es ist die insgesamt vierte große Kündigungswelle innerhalb von knapp zwei Jahren. Die Entlassungen betreffen "primär das Headquarter", so Jahn. Zuletzt hatte das Unternehmen im Mai rund 60 Mitarbeitenden gekündigt.

Erneut macht Jahn das gesamtwirtschaftliche Umfeld für die Entlassungen verantwortlich. Die in den vergangenen Monaten historisch schnell gestiegenen Zinsen sowie die "sehr unsichere Marktlage" hätten dazu geführt, dass das Startup 2023 erstmals Umsatzrückgänge "im niedrigen zweistelligen Bereich" verzeichnet habe. "Mit McMakler sind wir gleich in zwei Bereichen tätig, die es gerade schwer haben: Immobilien und Startups", sagt Jahn. "Wir sind da gerade einfach in einer sehr ungünstigen Situation."

Seit Juli 2022 hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins von 0,5 auf aktuell 4,5 Prozent erhöht. Daraufhin erhöhten auch die Banken ihre Zinsen auf Kredite stark – beispielsweise für den Immobilienerwerb.

Entlassungen trotz Kosteneinsparungen und neuem Kapital

McMakler habe zuletzt im gesamten Unternehmen Sachkosten reduziert, das allein habe aber nicht ausgereicht. "Wir haben alles durchgerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir weitere Personenmaßnahmen treffen müssen", sagt Jahn. Die Kündigungen betreffen demnach teilweise langjährige Mitarbeiter.

Im Juli und Oktober 2022 hatte sich das Startup bereits von mehr als 200 Angestellten getrennt. Damit hat McMakler seit 2022 rund ein Drittel seiner Belegschaft entlassen.

Dabei hatte McMakler erst Ende Juni eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen Euro abgeschlossen, allerdings zu deutlich schlechteren Konditionen als zuvor. Angeführt wurde diese laut Unternehmen von McMaklers Bestandsinvestor Baillie Gifford. Ebenfalls erneut investiert haben demnach Warburg Pincus, Frog Capital und IGP Capital. Und auch Gründer und CEO Jahn habe einen siebenstelligen Betrag dazu geschossen. Trotzdem seien die erneuten Entlassungen nun nötig, um verantwortungsvoll zu wirtschaften.

Ziel: Profitabilität im Jahr 2024

Ziel des 2015 gegründeten Unternehmens ist es jetzt, in der ersten Jahreshälfte 2024 profitabel zu werden. "Wir sind überzeugt, dass das Geschäftsmodell funktioniert", so Jahn.

Die Grundidee von McMakler ist es, dass Immobilienmakler in ganz Deutschland als Ansprechpartner für Immobililienkäufer und -verkäufer fungieren sollen, alle administrativen Prozesse aber über das Headquarter in Berlin, beziehungsweise mithilfe von Technologie abgewickelt werden. So erfolgen Immobilienbewertungen beispielsweise über eine automatische Datenauswertung. Die Daten wiederum erfassen die Makler.