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Mithilfe von Kompetenz-Tests: H&M plant Abbau von 1500 Stellen

H&M plant, 1500 Stellen abzubauen und setzt dafür auf Kompetenz-Tests, um die richtigen Mitarbeiter auszuwählen. Betroffene finden den Prozess unpersönlich und belastend.

Die Entscheidung von H&M, Kompetenz-Tests bei der Auswahl der zu entlassenden Mitarbeiter einzusetzen, stößt bei vielen Betroffenen auf Widerstand. (Bild: Getty Images)
Die Entscheidung von H&M, Kompetenz-Tests bei der Auswahl der zu entlassenden Mitarbeiter einzusetzen, stößt bei vielen Betroffenen auf Widerstand. (Bild: Getty Images)

Der schwedische Modekonzern H&M hat angekündigt, 1500 der 3500 Arbeitsplätze in der Abteilung Business Tech zu streichen. Das Unternehmen will damit seine Organisation überprüfen und seine Kosten senken. Die betroffene Abteilung umfasst E-Commerce, Logistik und Entwicklung digitaler Dienstleistungen. Um zu entscheiden, welche Mitarbeiter bleiben dürfen, will H&M verschiedene Tests zur Kompetenzerfassung einsetzen. Dazu sollen auch Intelligenz- und Persönlichkeitstests gehören, wie die schwedische Zeitung "Svenska Dagbladet" berichtet. Diese Entscheidung hat bei vielen betroffenen Mitarbeitern für Unmut gesorgt.

Kompetenz-Tests stoßen auf Widerstand bei den Mitarbeitern

Die Entscheidung von H&M, Kompetenz-Tests bei der Auswahl der zu entlassenden Mitarbeiter einzusetzen, stößt bei vielen Betroffenen auf Widerstand. Einige Mitarbeiter müssen bis zu 30 Tests absolvieren, was zu hohem Stress und emotionalen Belastungen führt. Ein Mitarbeiter der betroffenen Abteilung bezeichnete den Prozess als "unglaublich unpersönlich".

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Laut dem Vorsitzenden der örtlichen Gewerkschaft, der Union bei H&M, hätten viele Mitarbeiter angerufen und geweint, da sie sich durch die Tests unter Druck gesetzt fühlten. Dennoch betont H&M, dass die Tests notwendig seien, um sicherzustellen, dass die verbleibenden Stellen mit den richtigen Fähigkeiten besetzt werden.

H&M unter Druck: Sparplan und geopolitische Ereignisse belasten das Unternehmen

H&M sieht sich gezwungen, die Organisation zu überprüfen und Kosten zu senken, um wirtschaftlich zu überleben. Der Konzern hat in der Vergangenheit mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen gehabt. Ende letzten Jahres kündigte H&M einen Sparplan an, der den Abbau von 1500 Stellen in der Abteilung Business Tech vorsieht. Zudem hat das Unternehmen mit geopolitischen Ereignissen zu kämpfen, wie dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und der daraus resultierenden hohen Inflation. H&M hat sich aus Belarus und Russland zurückgezogen, einem früher rentablen Markt für den Konzern. H&M rechnet damit, dass der Kurs jährliche Einsparungen von rund zwei Milliarden schwedischen Kronen bringen wird, um seine finanzielle Situation zu verbessern.

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CEO Helena Helmersson sagte zu den Entlassungen: "Unser eingeleitetes Aktionsprogramm bedeutet, dass wir unsere Organisation überprüfen, und wir haben großen Respekt vor der Tatsache, dass die Mitarbeiter davon betroffen sind. Wir werden unsere Kollegen dabei unterstützen, die bestmögliche Lösung für ihre nächsten Schritte zu finden."H&M hat nach eigenen Angaben rund 120.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Es gibt mehr als 4600 Geschäfte in 77 Ländern.

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