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Milliardenschwerer Ausbau des Flughafens von Barcelona verzögert sich

·Lesedauer: 1 Min.

MADRID/BARCELONA (dpa-AFX) - Der eigentlich schon vereinbarte Ausbau des internationalen Flughafens der katalanischen Hauptstadt Barcelona wird sich wegen ökologischer Bedenken voraussichtlich um fünf Jahre verzögern. Das habe die spanische Transportministerin Raquel Sánchez mitgeteilt, berichtete die Zeitung "El País" am Donnerstag.

Am Vorabend hatte sie das Anfang August mit der Regionalregierung Kataloniens vereinbarte Projekt mit geplanten Investitionen von 1,7 Milliarden Euro gestoppt, weil es in der oft zerstrittenen Koalitionsregierung in Barcelona zu viele Widerstände gebe. Damit sei es nicht mehr möglich, den Ausbau in den Investitionsplan für die Jahre 2022-2026 aufzunehmen. "Das ist eine vergebene Chance für Barcelona", klagte Sánchez.

Nach den ursprünglichen Plänen sollte der Ausbau 2031 abgeschlossen werden und Barcelona damit zu einem Drehkreuz im internationalen Luftverkehr werden. Aber vor allem die geplante Verlängerung einer Startbahn in das angrenzende Feuchtgebiet La Ricarda, ein Naturschutzgebiet, war lokal und in Teilen der katalanischen Koalitionsregierung auf Kritik gestoßen. Die Regionalregierung, deren Vize-Regierungschef Jordi Puigneró von der konservativen Partei JuntsxCat dem Ausbau zunächst zugestimmt hatte, habe das doch gewusst, sagte der Chef der Flughafengesellschaft Aena, Mauricio Lucena. Zudem seien Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen gewesen.

Der Regionalregierungschef Pere Aragonès von der linksgerichteten Partei ERC warf der spanischen Zentralregierung nun jedoch "Erpressung" vor. Madrid und Aena hätten ihre Vorstellung vom Ausbau durchdrücken und die Zerstörung eines Naturreservats in Kauf nehmen wollen. Zudem sei die Zentralregierung nie bereit gewesen, die Milliarden auch wirklich zu investieren.

Spanische Medien äußerten die Befürchtung, dass der Streit um den Flughafen auch die für kommende Woche geplanten Gespräche zwischen der Zentralregierung und den Separatisten über eine Beilegung der Katalonienkrise in Mitleidenschaft ziehen könnte.

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