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Milliardäre in Deutschland und weltweit in der Krise reicher geworden

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Club der Superreichen in Deutschland ist in der Corona-Krise gewachsen und hat mehr Vermögen angehäuft. Das Gesamtvermögen der Dollar-Milliardäre stieg nach einem Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie bis Ende Juli auf 594,9 Milliarden Dollar (505 Mrd. Euro). Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Großbank UBS <CH0244767585> hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Bei der letzten Untersuchung (Stichtag März 2019) waren es 500,9 Milliarden Dollar. Der Club der Superreichen wuchs seitdem von 114 auf 119 Mitglieder.

Vor allem Engagements in schnell wachsenden Bereichen wie Technologie und Gesundheitswesen erwiesen sich der Studie zufolge weltweit und in Deutschland als Treiber. Traditionell habe es in Deutschland bislang relativ wenig Veränderungen innerhalb der hochvermögenden Kreise gegeben, erläuterte Maximilian Kunkel, UBS-Chefanlagestratege für Deutschland. "Covid-19 beschleunigt nun überdurchschnittlich das Vermögenswachstum in den innovationsgetriebenen Bereichen wie dem Technologie- oder Gesundheitssektor und sorgt damit für eine Verschiebung des Vermögens."

Weltweit stieg das Gesamtvermögen der Ultrareichen den Angaben zufolge bis Ende Juli auch dank der Erholung an den Aktienmärkten auf den Rekordwert von rund 10,2 Billionen Dollar (8,7 Billionen Euro). Diese gewaltige Summe verteilt sich auf 2189 Männer und Frauen. Berücksichtigt wurden Bargeld, Immobilien, Luxusgüter sowie Aktien und Firmenvermögen. Verbindlichkeiten wurden abgezogen.