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BioNTech-Chef sieht Corona erst Mitte 2022 unter Kontrolle

David Verbeek
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Ein anwenderfreundlicher Impfstoff rückt näher, die Deutschen sollen sich weiter einschränken, und der BioNTech-Chef sieht noch einen längeren Weg zur Normalität: Der Corona-Überblick.

Die Corona-Pandemie dürfte erst Mitte 2022 weltweit unter Kontrolle sein, sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin am Montag auf einer Veranstaltung der Süddeutschen Zeitung. Wichtig sei, dass sich die Länder in den ersten sechs bis acht Monaten kommenden Jahres darauf konzentrieren, so breit wie möglich zu impfen, erklärte der Manager, dessen Firma gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer einen vielversprechenden Impfstoffkandidaten entwickelt hat.

Der konkurrierende Impfstoffkandidat der amerikanischen Moderna hat Studien zufolge eine Wirksamkeit von 94,5%, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Moderna-CEO Stephane Bancel sprach von einem “Game Changer”. Dem Unternehmen zufolge hält sich das Mittel bei Kühlschranktemperaturen 30 Tage lang - deutlich länger als zuvor erwartet. Die Logistik ist damit viel einfacher als bei dem anderen vielversprechenden Impfstoffkandidaten von Pfizer und der deutschen BioNTech, der bei deutlich tieferen Temperaturen gelagert und transportiert werden muss.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation hatte sich zuvor hoffungsfroh mit Blick auf die in der Entwicklung befindlichen Impfstoffe gegen das Coronavirus gezeigt. Der Kandidat von Pfizer und BioNTech sei “vielversprechend”, und es werde wahrscheinlich bis Jahresende und Anfang kommenden Jahres weitere “gute Kandidaten” geben, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Veranstaltung am Montag. Darunter seien auch “anwenderfreundlichere” Stoffe, die nicht bei sehr tiefen Temperaturen gelagert werden müssten, erklärte er.

Nach Informationen der Welt am Sonntag sollen bundesweit noch im Dezember mehrere hundert Impfzentren entstehen, viele davon in Messehallen. Als erster bestätigter Standort wurde Bremen genannt. Ein vollständiges Logistikkonzept liege jedoch nicht nicht vor, hieß es. Das Paul-Ehrlich-Institut, das für die Freigabe der Impfstoffchargen zuständig ist, wolle zusätzliches Personal einstellen und stehe in Kontakt mit den Impfstoffherstellern, die sich bereits in “fortgeschrittener Phase der Entwicklung” befinden, sagte PEH-Präsident Klaus Cichutek gegenüber der Zeitung.

Laut einer Beschlussvorlage aus dem Bundeskanzleramt, die Bloomberg vorliegt, sollen sich Personen aus einem Haushalt nur noch mit zwei Menschen aus einem weiteren treffen dürfen. Zudem sollen Mund-Nasen-Bedeckungen in allen Schulen und für alle Klassen obligatorisch werden. Die Bürger werden außerdem aufgefordert, bis Weihnachten auf private Feiern zu verzichten.

In Österreich sollen noch vor Weihnachten alle Bürger auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden. Mit der Maßnahme nach dem Vorbild der Slowakei sollten asymptomatisch Infizierte entdeckt werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz gegenüber dem Sender ORF. Gegen Ende der Woche solle die Bevölkerung informiert werden.

Deutschland hat nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Montagmorgen in den zurückliegenden 24 Stunden 3.213 Corona-Neuinfektionen und 62 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet

Die gemeldeten Zahlen sind Sonntags und Montags häufig niedriger, wegen weniger Tests und Meldeverzögerungen am Wochenende.

Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 802.946 Personen festgestellt. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg auf 12.573.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert bei 1,19, nach 1,11 am Vortag. Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

(Ergänzt um Sahin im 2. Absatz)

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