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Menschen, die im Leben mehr als drei Gehirnerschütterungen hatten, haben ein erhöhtes Risiko für schwere Hirnschäden

Gehirnerschütterungen können zu Gedächtnisproblemen im Alter führen. - Copyright: peterschreiber.media via Getty Images
Gehirnerschütterungen können zu Gedächtnisproblemen im Alter führen. - Copyright: peterschreiber.media via Getty Images

Kopfverletzungen sind ein Hauptrisikofaktor für spätere Gehirnprobleme. Selbst geringfügige Schäden können sich im Laufe der Zeit häufen, zeigen neue Forschungsergebnisse. Laut britischen Forschern können schon eine mittelschwere oder mehrere leichtere Gehirnerschütterungen im späteren Leben zu dauerhaften Problemen mit dem Gedächtnis und der Aufmerksamkeit führen. Jede nachfolgende Verletzung kann die Symptome demnach verschlimmern.

Das Forschungsteam der Universität Oxford, der Universität Exeter und des Kings College London untersuchte Daten von mehr als 15.000 Einwohnern des Vereinigten Königreichs im Alter zwischen 50 und 90 Jahren und verglich ihre lebenslange Vorgeschichte von Kopfverletzungen mit Veränderungen ihrer kognitiven Funktion im Laufe der Zeit.

Ihre Ergebnisse, die am 27. Januar im Journal of Neurotrauma veröffentlicht wurden, zeigen, dass das Erleiden von drei leichten Gehirnerschütterungen mit einer schlechteren Aufmerksamkeitsspanne und Problemlösungsfähigkeit verbunden ist. Das Erleiden von vier oder mehr Gehirnerschütterungen war mit Gedächtnisproblemen und einer langsameren Verarbeitungsgeschwindigkeit verbunden. Menschen, die eine einzelne mittelschwere oder schwere Gehirnerschütterung erlitten haben, hatten auch Probleme mit der Aufmerksamkeitsspanne, der Problemlösung und der Verarbeitung von Informationen.

Forscher erhoffen sich besseres Bewusstsein der Risiken bei Profisportlern

Die größte Studie ihrer Art weist auch darauf hin, dass sich die anhaltenden Auswirkungen von Hirnverletzungen im Laufe der Zeit mit wiederholten Kopfverletzungen verschlimmern können, so Vanessa Raymont, leitende Autorin der Studie und leitende klinische Forscherin in der Abteilung für Psychiatrie an der Universität von Oxford.

„Wir wissen, dass Kopfverletzungen ein Hauptrisikofaktor für Demenz sind und diese groß angelegte Studie liefert die bisher größten Details zu einem krassen Befund – je öfter ihr euer Gehirn im Leben verletzt, desto schlechter kann eure Hirnfunktion im Alter sein", sagt Raymont in einer Pressemitteilung. Auch Sportvereine sollten öfter auf die Sicherheit ihrer Spieler achten, heißt es weiter.

Die neueste Forschung trägt zu einem wachsenden Bewusstsein für die Risiken von Kontaktsportarten wie American Football bei, die eine gut dokumentierte Geschichte von schweren Verletzungen und dauerhaften Schäden bei Sportlern haben. Zuletzt erlitt Tua Tagovailoa, Quarterback der Miami Dolphins, innerhalb von vier Tagen zwei Kopfverletzungen. Der Vorfall führte zu Änderungen an den Sicherheitsprotokollen der NFL. Auch beim Fußball kommt es immer wieder zu Kopfverletzungen. Die Gefahren der Zusammenstöße untereinander oder mit dem Ball werden häufig unterschätzt.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.