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Müller: 30 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern impfen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Vereinbarungen des "Welt-Gesundheitsgipfel" der G20-Staten gehen Entwicklungshilfeminister Gerd Müller nicht weit genug. "Es kann nicht sein, dass einige Länder sich fünf oder acht Impfdosen pro Kopf gesichert haben, während in Afrika derzeit nur zwei Prozent der Menschen eine Chance haben, geimpft zu werden", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". Ziel müsse es bleiben, mindestens 30 Prozent der Menschen auch in Entwicklungsländern bis Anfang nächsten Jahres gegen Corona zu impfen.

Auf dem Gesundheitsgipfel in Rom hatte die EU versprochen, dem internationalen Impfprogramm Covax sowie Entwicklungs- und Schwellenländern bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden. Die Hersteller Biontech <US09075V1026>/Pfizer, Moderna <US60770K1079> sowie Johnson & Johnson <US4781601046> sagten insgesamt rund 1,3 Milliarden Impfdosen zu.

Die Zusage der EU sei ein wichtiges Zeichen, so Müller. Dennoch fehlten 20 Milliarden Euro für Diagnostik, Therapeutika und Impfstoffe. Außerdem müsse die Produktion in Afrika und Lateinamerika ausgebaut werden.

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