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Lufthansas A380 fliegen frühestens 2022 wieder - wenn überhaupt

Richard Weiss

(Bloomberg) -- Die Airbus A380-Doppeldecker der Deutschen Lufthansa AG, die wie auch der Großteil der Flotte derzeit wegen der Coronakrise am Boden bleibt, werden mindestens noch zwei Jahre eingemottet bleiben. Möglicherweise werden sie gar nicht wieder in Dienst gestellt.

Knapp die Hälfte der vormals 14 Superjumbos werden ohnehin ausgemustert, das hatte das Unternehmen bereits mitgeteilt. Die übrigen Riesenjets sollen nun nach München verbannt werden, wo sie ab 2022 wieder Dienst tun sollen - auf Strecken wie nach New York, San Francisco und Chicago, falls es genug Nachfrage gibt, sagte Klaus Froese, der bei der Lufthansa für den Betrieb des Drehkreuzes Frankfurt verantwortlich ist.

Die Chance, dass die A380 nochmal für die Lufthansa abhebt, sei “hier in Frankfurt gegen Null”, so Froese auf einer Veranstaltung am Flughafen am Mittwoch. “In München müssen wir schauen. Wenn, dann 2022, das ist im Moment die Planung. Aber Planung ist in diesen Monaten sehr schwer.”

Die Pandemie hat den Niedergang des A380 als Flaggschiff bei Fluggesellschaften weltweit beschleunigt. Air France hatte bereits angekündigt, den Jet nicht weiter betreiben zu wollen und selbst Emirates, der größte Betreiber des Modells, denkt darüber nach, einige in Ruhestand zu schicken.

Den Riesenjet zu fliegen sei mittlerweile keine Frage mehr von Status, sondern lediglich von Wirtschaftlichkeit, so Froese.

“Prestige, das war mal. Seit das Flugzeug nicht mehr gebaut wird, hat sich das sehr schnell verändert,” erklärte der Manager. “Die supermodernen Flugzeuge, die Boeing 787, die A350, die neue 777, die wir hoffentlich Ende nächsten Jahres bekommen, mit nochmal einer neuen Technikgeneration, die sind dann hip.”

München, wohin Lufthansa bereits 2018 einigen A380 verschoben hatte, ist der Fluggesellschaft zufolge günstiger als der Flughafen Frankfurt. Zudem ist Lufthansa dort Mitbesitzerin eines Terminals, was operative Abläufe vereinfacht.

Vorstandschef Carsten Spohr hatte gesagt, die Flotte der Lufthansa würde aufgrund der Pandemie insgesamt dauerhaft um etwa 100 Flugzeuge verkleinert werden, darunter mehr als 20 Langstreckenflugzeuge: außer den sechs A380-Modellen werden weiterhin zehn A340-600 und fünf Boeing 747-400 die Flotte verlassen. Unter den durstigen Vierstrahlern könnte die kleinere A340-300 möglicherweise noch etwas länger im Betrieb verbleiben sowie die 747-8I, die noch vergleichsweise jung ist, so Froese.

Überschrift des Artikels im Original:Lufthansa Says A380s Won’t Return for at Least Two Years

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