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London lockert Pflicht zur Selbstisolation für Gesundheitsdienst

·Lesedauer: 1 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Weil es beim Nationalen Gesundheitsdienst NHS in England zu immer mehr Personal-Engpässen kommt, hat die britische Regierung für die Mitarbeiter die Regeln zur Selbstisolation nach Kontakt mit Infizierten gelockert. In Ausnahmefällen dürften zweifach geimpfte Mitarbeiter die eigentlich vorgeschriebene zehntägige Selbstisolation durch einen negativen PCR-Test und tägliche Antigen-Tests ersetzen und weiterhin zur Arbeit erscheinen, hieß es in einer Mitteilung der Regierung am Montag.

Einem Bericht zufolge befinden sich derzeit bis zu 1,7 Millionen Menschen in Großbritannien in Selbstisolation. Das führte bereits dazu, dass Zugverbindungen ausfielen und Supermarktfilialen schließen mussten, weil nicht mehr genügend Mitarbeiter da waren. Nachdem in England nun fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben sind, wird mit einem weiteren Anstieg der "pingdemic" gerechnet, wie britische Medien das Phänomen bezeichnen. Als "ping" wird das Klingeln der Warn-App oder eines Anrufs der Kontaktverfolgungsteams auf dem Handy bezeichnet.

Premierminister Boris Johnson und Finanzminister Rishi Sunak hatten am Wochenende heftige Kritik auf sich gezogen, als sie nach Kontakt mit dem infizierten Gesundheitsminister Sajid Javid zunächst ankündigten, sich nicht isolieren zu wollen. Grund sei die Teilnahme an einem Pilotversuch, der stattdessen tägliche Tests vorsehe, hieß es. Nur wenige Stunden später machten sie jedoch eine Kehrtwende und beteuerten, die Pflicht zur Selbstisolation einzuhalten.

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