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Linke-Chefin rügt: Corona-Schutz endet oftmals am Betriebstor

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts hoher Corona-Zahlen fordert die Linke mehr Infektionsschutz und Hygieneregeln am Arbeitsplatz. Momentan endeten die staatlichen Kontaktbeschränkungen oftmals am Betriebstor, sagte die Parteivorsitzende Janine Wissler am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" - und verwies auf Call-Center, Großraumbüros und Fertigungshallen, in denen eng zusammengearbeitet werde. Nötig seien daher eine Pflicht zum Homeoffice sowie eine Testpflicht in den Unternehmen.

Zur aktuellen Pandemie-Lage sagte Wissler, Deutschland sei sehenden Auges in die dritte Welle gelaufen. Trotz viel zu hoher Zahlen und Warnungen der Wissenschaft seien etwa Geschäfte wieder geöffnet worden. Jetzt sei schnelles Handeln gefragt, gebraucht werde ein "konsequenter und solidarischer Lockdown", sagte sie. Öffnungen der Außengastronomie, wie in einigen Ländern beschlossen, müssten sofort zurückgenommen werden.

Ausweichend antwortete Wissler auf die Frage, ob die für den 12. April geplante Ministerpräsidentenkonferenz wie von CDU-Chef Armin Laschet gefordert auf diese Woche vorgezogen werden sollte. Ein Bund-Länder Treffen sei nur sinnvoll, wenn es gut vorbereitet sei, sagte sie.