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Linke: Alle müssen Zuschläge bei Sonn- und Feiertagsarbeit bekommen

DRESDEN (dpa-AFX) - Die Linken fordern für alle Beschäftigten Zuschläge bei Sonn- und Feiertagsarbeit. Denn längst nicht alle Betroffenen erhielten einen materiellen Ausgleich, betonte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. Tarifverträge gelten nach ihren Worten für immer weniger Beschäftigte. "Die Bundesregierung muss Maßnahmen zur Stärkung von Tarifverträgen ergreifen und vor allem die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtern."

Zimmermann hatte Zahlen zum Thema Sonn- und Feiertagsarbeit beim Statistischen Bundesamt nachgefragt. Demnach musste jeder fünfte Beschäftigte (20,1 Prozent) in Sachsen 2018 an solchen Tagen arbeiten. Von den 356 000 Beschäftigten arbeiteten im Jahr 241 000 ständig oder regelmäßig an diesen Tagen, 115 000 gelegentlich. "Das braucht gesellschaftliche Anerkennung", betonte Zimmermann.

Im Grundgesetz sei eindeutig festgelegt, dass Sonn- und Feiertage als Tage der Arbeitsruhe zu schützen seien, argumentierte die Politikerin. Die Bundesregierung müsse ihre Möglichkeiten nutzen, die zahlreichen Ausnahmeregelungen nach dem Arbeitszeitgesetz einzuschränken: "Sonn- und Feiertagsarbeit muss auf ein notwendiges Maß beschränkt werden." Vermeiden lasse sie sich in vielen Fällen freilich nicht.