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LBBW macht Milliardengewinn trotz Vorsorge wegen Immobilien

(Bloomberg) -- Die LBBW hat wegen der Turbulenzen am Immobilienmarkt im vergangenen Jahr viel Geld beiseite gelegt, zugleich aber den Gewinn deutlich steigern können.

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Die Risikovorsorge im Geschäftsfeld Immobilien/Projektfinanzierungen belief sich auf 180 Millionen Euro, verglichen mit 168 Millionen Euro im Jahr davor, wie die Landesbank am Mittwoch mitteilte. In dieser Summe enthalten sind neben Einzelfällen auch 97 Millionen Euro an Pauschalwertberichtigungen “mit Blick auf die schwierige Marktlage in der gewerblichen Immobilienfinanzierung”. Trotz dieser Belastungen stieg der konzernweite Vorsteuergewinn auf 1,4 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es bereinigt 901 Millionen Euro.

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Die LBBW ist einer der größten Immobilienfinanzierer in Deutschland. Sie hatte im Sommer 2022 die Berlin Hyp von den Sparkassen übernommen und damit ihr Engagement im Bereich Gewerbeimmobilien verdoppelt. Im Bieterwettstreit war es der Bank gelungen, sich gegen die Helaba und die DekaBank durchzusetzen.

Zuletzt sind die Immobilienmärkte angesichts der stark gestiegenen Zinsen in schwieriges Fahrwasser geraten. Finanzierungen sind teurer geworden, was auf Preise und Bewertungen drückt. Bei Büros kommt erschwerend der Trend zum Homeoffice hinzu, besonders in den USA.

Die LBBW bezifferte ihr aktuelles Exposure bei Gewerbeimmobilien auf rund 63 Milliarden Euro, das sich etwa hälftig auf LBBW und Berlin Hyp verteilt.

Das Engagement in den USA liegt bei 5,6 Milliarden Euro, wovon etwa die Hälfte auf Büros entfalle, wie Finanzchefin Stefanie Münz bei einer Pressekonferenz in Stuttgart erklärte. Mit Blick auf das gesamte Kreditgeschäft hätten Immobilien einen Anteil von rund einem Fünftel.

In der vergangenen Woche hatte mit der Aareal Bank bereits ein anderer großer deutscher Immobilienfinanzierer seine Zahlen für das Jahr 2023 vorgelegt. Bei ihr belief sich die Kreditrisikovorsorge trotz eines kleineren Kreditbuchs auf 441 Millionen Euro. In einer breiter gefassten Definition von Vorsorge waren es sogar 510 Millionen Euro.

Die LBBW konnte die Eigenkapitalrendite im vergangenen Jahr auf 9,1% steigern, die Kosten-Ertragsrelation verbesserte sich auf 59,6%. Für die Anteilseigner ist eine Dividende von 400 Millionen Euro vorgesehen.

Für das laufende Jahr rechnet die Landesbank mit einem schwierigen Umfeld angesichts geopolitischer Spannungen und einer schwachen Konjunktur. Zudem dürften sich die positiven Impulse aus der Zinsentwicklung abschwächen, hieß es am Mittwoch. Dennoch erwartet die LBBW erneut einen Gewinn vor Steuern von über 1 Milliarde Euro.

(Neu: US-Büro-Exposure im 6. Absatz)

©2024 Bloomberg L.P.