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Laschet will mit FDP und nicht mit Grünen Kanzler werden

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CDU-Vize Armin Laschet sieht in den Grünen den Hauptgegner der Union, eine gemeinsam Regierung will er vermeiden. Im Interview mit der WirtschaftsWoche fordert er eine „neue Kultur des Möglichmachens“.

CDU-Vize Armin Laschet sieht in den Grünen den Hauptgegner der Union. Foto: dpa
CDU-Vize Armin Laschet sieht in den Grünen den Hauptgegner der Union. Foto: dpa

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht in den Grünen den Hauptgegner der Union bei der Bundestagswahl und keinen künftigen Koalitionspartner. „Schwarzgrün ist nicht meine Wunschkoalition“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. „In NRW arbeiten wir mit der FDP seit drei Jahren erfolgreich und mit Freude zusammen – das überzeugt mich“.

Laschet warnte seine Partei vor Zugeständnissen an den grünen Zeitgeist. „Es wäre falsch, sich bei der eigenen Positionierung jetzt schon auf einen potenziellen Koalitionspartner auszurichten“. Die Union sei „eindeutig für Klimaschutz, aber mit Mitteln der sozialen Marktwirtschaft und nicht mit Verbotspolitik“. Sollte es dennoch „theoretisch zu schwarzgrün kommen, dann muss ja einer noch schwarz sein,“ sagte Laschet. „Es soll ja nicht lindgrün gegen dunkelgrün antreten“.

Die Union müsse besser „verstehen, dass die Grünen in unserer Wählerschaft – besonders im bürgerlichen Bereich – erfolgreich sind“, mahnte Laschet. „Das darf nicht so weitergehen“. Der größte Konkurrent der Union bei der Bundestagswahl seien die Grünen und nicht die SPD.

Es werde auch zu oft vergessen, dass die Grünen als Bremser auftreten, sagte Laschet. „Klimaschutz und Energiewende gelingen nicht, wenn man gegen alles vor Gericht zieht“. Der CDU-Vize forderte für wichtige Projekte einen „Beschleunigungskonsens“ und mehr Tempo. „Ich wünsche mir für unser Land eine neue Kultur des Möglichmachens“.

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