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Laschet für deutsch-italienische Projekte bei Corona-Wiederaufbau

·Lesedauer: 1 Min.

ROM (dpa-AFX) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich für gemeinsame deutsch-italienische Projekte zum Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie ausgesprochen. Es werde in Italien hoch geschätzt, dass der milliardenschwere EU-Wiederaufbaufond insbesondere durch Deutschland und Frankreich vorangebracht worden sei, sagte Laschet am Mittwoch nach einem Gespräch mit Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte in Rom. "Man setzt große Hoffnungen in dieses gemeinsame Programm." Ziel solle es sein, "deutsch-italienische gemeinsame Projekte jetzt zu erschließen".

Als Beispiele nannte Laschet die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung oder Infrastrukturprojekte. Wenn man bei der Wasserstofftechnologie vorankomme, werde man zudem große Mengen an Wasserstoff brauchen, die man in Deutschland nicht habe. Das ermögliche neue Kooperationsformen rund um das Mittelmeer mit den arabischen Ländern, zu denen Italien traditionell gute Beziehungen habe. Dies könne eine neue Form der Kooperation sein, bei der dort Wasserstoff durch Solarenergie erzeugt werden könne, der leichter transportierbar sei als durch Stromnetze - durch Pipelines oder Schiffe. "Wenn uns das gelingt, dann ist natürlich Italien ein Schlüsselland", um Wasserstoff in den europäischen Markt zu bringen.

Deutschland und Italien könnten nach Ansicht von Laschet gemeinsam auch eine stabilisierende Rolle etwa bei den Konflikten zwischen der Türkei und Griechenland oder der Lage im Libanon spielen, die von diesem Donnerstag an Thema auf dem EU-Gipfel in Brüssel sein sollen. Laschet bewirbt sich für den CDU-Vorsitz und gilt als möglicher Unions-Kanzlerkandidat. Am Donnerstag empfängt Papst Franziskus den Ministerpräsidenten bei einer Privataudienz im Vatikan.