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Dieses Land will Bitcoin als offizielle Währung einführen – diese Vorteile verspricht es sich davon

·Lesedauer: 2 Min.

Kryptowährungen sind in aller Munde. Im April konnte die bekannteste Digitalwährung Bitcoin noch ein Rekordhoch von 64.895 US-Dollar verzeichnen. Doch die Goldgräberstimmung hielt nicht lange an. Stand Dienstag wird ein Bitcoin bei Coinbase für 32.814 Dollar gehandelt. Das zentralamerikanische El Salvador lässt sich von diesen Kursschwankungen nicht beeindrucken und will als erstes Land der Welt Bitcoin als legale Währung einführen. Präsident Nayib Bukele verspricht sich dadurch neue Arbeitsplätze und einen Wirtschaftsaufschwung. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde dem Kongress in den nächsten Tagen vorgelegt, heißt es.

Die Abstimmung im Parlament ist dabei nur eine weitere Formalität auf dem Weg zur Einführung des Bitcoins als offizielle Währung. Die Partei des populistischen Präsidenten hält im Parlament die absolute Mehrheit. Eine Zustimmung würde bedeuten, dass Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel in dem Land nicht verweigert werden kann. Unternehmen und Geschäfte müssen Käufe und Transaktionen mit Bitcoin akzeptieren. Die Kryptowährung wäre in El Salvador mit dem Dollar gleichgesetzt.

Das Land mit der Größe von Hessen erhofft sich durch die Einführung auch erleichterte Auslandstransfers. Viele der 6,5 Millionen Einwohner besitzen keine Bankkonten oder Kreditkarten. Überweisungen sollen dank Bitcoin leichter und vor allem kostenlos werden, verspricht Bukele. Bisher mussten bei Transaktionen ins Ausland von den Einwohnern lange Wartezeiten und hohe Gebühren in Kauf genommen werden.

Verbreitung durch Zahlungsapp Strike

Ein Laden in El Salvador nimmt Bitcoin als Zahlungsmittel an.
Ein Laden in El Salvador nimmt Bitcoin als Zahlungsmittel an.

Gerade Transaktionen aus dem Ausland sind für die salvadorianische Wirtschaft besonders wichtig. Salvadorianer aus dem Ausland haben im vergangenen Jahr sechs Milliarden Dollar an Angehörige in dem Land am Pazifik überwiesen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Dies entspricht fast einem Viertel des Bruttoinlandsprodukts.

Die Einführung von Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel könnte jedoch auch dazu ausgenutzt werden, um Sanktionen zu umgehen. Viele Politiker und Funktionäre aus dem zentralamerikanischen Staat stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen von US-Behörden. Den betroffenen Amtsträgern wird Korruption und Geldwäsche vorgeworfen.

Um die Währung in dem Land zu etablieren, plant das Land ebenfalls eine Zusammenarbeit mit der Zahlungsapp Strike. Die App soll eine breitere Nutzung der Kryptowährung in dem Land ermöglichen. Strike dient heute bereits vielen der Einwohner als Bankkonto. El Salvador war nach den USA erst der zweite Markt, auf dem Strike aktiv wurde. Das Unternehmen will demnächst auch in europäischen Ländern an den Start gehen.

Trotz der Pläne der salvadorianischen Regierung halten Fachleute Bitcoin als Zahlungsmittel weiterhin für ungeeignet. Hohe Spekulationen sorgen bei den Kryptowährungen für starke Kursschwankungen. Die Nachricht über die Einführung des Bitcoins in El Salvador hatte indessen keinen großen Einfluss auf den Kurs von Bitcoin.

kh

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