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Lagarde bekräftigt EZB-Pfad, Instrument nimmt Gestalt an

(Bloomberg) -- Christine Lagarde bekräftigte die Absicht der Europäischen Zentralbank, ihre Zinssätze im Juli und September anzuheben, und unterstrich damit, dass Sorgen über die Spannungen auf den Finanzmärkten den Kampf gegen die Inflation nicht aufhalten sollen.

“Wir beabsichtigen, die Leitzinsen der EZB auf unserer geldpolitischen Sitzung im Juli um 25 Basispunkte anzuheben” und im September einen weiteren Zinsschritt vorzunehmen, sagte die Präsidentin der Notenbank am Montag vor dem Europäischen Parlament.

Die Erarbeitung eines Instruments zur Bekämpfung ausufernder Reaktionen am Markt für Staatsanleihen - die so genannte Fragmentierung der Eurozone - untermauere das Bekenntnis der Währungshüter, die Inflation mittelfristig bei 2% zu stabilisieren, sagte sie. “Wir müssen absolut sicher sein, dass unser geldpolitischer Kurs auf alle Länder des Euroraums übertragbar ist”, sagte sie. “Das entspricht dem Kern unseres Mandats.”

Der EZB-Rat sah sich in einer Dringlichkeitssitzung letzte Woche gezwungen, die Arbeit an dem Instrument voranzutreiben, nachdem die Renditen italienischer Anleihen in die Höhe geschnellt waren. Ein solches Instrument würde wahrscheinlich den Ankauf von Anleihen hochverschuldeter Länder beinhalten, wobei Einzelheiten zu diesem Plan noch nicht bekannt sind.

Der Plan soll vor der nächsten planmäßigen Sitzung des EZB-Rates am 20. und 21. Juli fertig gestellt werden, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen gesagt haben. Lagarde wollte sich zu Einzelheiten des Instruments nicht äußern.

“Es genügt zu sagen, dass wir uns mit der Fragmentierung befassen werden, wenn die Gefahr besteht”, sagte sie den Parlamentariern. “Und zwar mit den geeigneten Instrumenten, mit der angemessenen Flexibilität, wirksam, verhältnismäßig und im Rahmen unseres Mandats. Und jeder, der an dieser Entschlossenheit zweifelt, begeht einen großen Fehler.”

Das lettische EZB-Ratsmitglied Martins Kazaks äußerte sich in einem Interview mit Bloomberg ebenfalls nur sehr allgemein zu der Frage, wie das Instrument funktionieren sollte. Die EZB werde “die Sache im Griff haben”, wenn Maßnahmen erforderlich sind, beschied er. Man müsse aber auch mit einer erhöhten Volatilität auf den Finanzmärkten leben, nachdem man nun eine lange Phase negativer Zinssätze hinter sich gelassen hat.

Die EZB hat auf ihrer Juni-Sitzung die Konjunkturprognosen für dieses und das nächste Jahr nach unten korrigiert und rechnet angesichts steigender Energie- und Lebensmittelkosten auch mit einer deutlich höheren Inflation. Am Montag wies Lagarde auch darauf hin, dass der Lohndruck leichte Anzeichen einer Zunahme aufweist.

“Das Lohnwachstum hat begonnen, sich zu beschleunigen, auch wenn es noch moderat ist”, sagte sie. “Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Tariflöhne im Jahr 2022 weiter leicht verstärken und dann über dem durchschnittlichen Niveau des Projektionszeitraums bleiben wird, unterstützt durch angespannte Arbeitsmärkte, Erhöhungen der Mindestlöhne und einige Auswirkungen des Ausgleichs für die hohen Inflationsraten.”

Die EZB will ihre Zinssätze im nächsten Monat zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt anheben, um die Rekordinflation im Währungsblock zu bekämpfen.

Überschrift des Artikels im Original:

Lagarde Restates ECB’s Rate-Hike Plan as Crisis Tool Takes Shape

(Neu: Weitere Kommentare von Lagarde.)

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©2022 Bloomberg L.P.

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