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KORREKTUR: Alstom verkauft Eigentumsrechte an Zügen an spanische CAF

·Lesedauer: 1 Min.

(Überschrift und Leadsatz wurden korrigiert sowie der 2. Absatz zu weiteren Details des Verkaufs ergänzt. Damit wird klargestellt, dass lediglich Eigentumsrechte betroffen sind.)

PARIS/HENNIGSDORF (dpa-AFX) - Der französische Bahntechnikkonzern Alstom <FR0010220475> verkauft nach der Übernahme der Bombardier <CA0977512007>-Zugsparte Eigentumsrechte an bisher im Werk Hennigsdorf bei Berlin gefertigten Zügen an das spanische Bahnunternehmen CAF. Betroffen seien die Rechte an den Zügen des Typs Talent 3, teilte Alstom am Mittwoch in Paris mit. Die EU-Kommission habe die Aufgabe einiger Aktivitäten zur Auflage der Fusion von Alstom mit dem kanadischen Bahnriesen Bombardier gemacht, begründete Alstom den Schritt. An CAF abgegeben werden auch die Eigentumsrechte an den Coradia-Polyvalent-Züge sowie das Werk in Reichshoffen im Elsass.

Wie Alstom-Sprecher Stefan Brauße sagte, würden keine Werksteile oder Fertigungshallen in Hennigsdorf veräußert. "Niemand in der Produktion in Hennigsdorf ist davon betroffen." Lediglich bis zu 25 Ingenieure würden zu CAF wechseln. Die letzten aus der Bombardier-Übernahme stammenden Verträge für Talent-3-Züge würden im Alstom-Werk in Bautzen abgearbeitet. In Hennigsdorf sei die Fertigung dieser Züge bereits beendet worden. Unterschiedliche andere Zugmodelle befänden sich indes in Hennigsdorf in der Fertigung.

CAF kündigte neben Investitionen in Frankreich auch verstärkte Aktivitäten auf dem deutschen Markt an. Die geplante Übernahme unterliege dem Abschluss von Sozialvereinbarungen, Beratungen mit Arbeitnehmervertretungen und behördlichen Genehmigungen. Der Abschluss der Übernahme werden zwischen April und September 2022 erwartet.

Alstom hatte die milliardenschwere Bombardier-Übernahme Ende Januar abgeschlossen und will damit dem chinesischen Weltmarktführer CRRC die Stirn bieten. Vor rund zwei Jahren war eine zunächst geplante Fusion zwischen Alstom und der Zugsparte von Siemens <DE0007236101> am Widerstand der EU-Wettbewerbshüter gescheitert.

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