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Konkurrenz durch Porsche und Co.: Warum Teslas Verkaufszahlen im Premium-Segment seit Jahren sinken

·Lesedauer: 2 Min.
Tesla-Chef Elon Musk.
Tesla-Chef Elon Musk.

Bei Tesla herrscht hinter den Kulissen Aufregung. Im Juni soll in den USA die Auslieferung des neuen Flaggschiffs starten: dem Model S Plaid. In Deutschland soll der Wagen aus dem höherpreisigen Segment ab dem ersten Quartal 2022 erhältlich sein. Für den Autobauer aus Kalifornien hat das neue Modell einen besonders hohen Stellenwert. Seit Jahren sinken Teslas Verkaufszahlen im Premium-Segment. Andere Konkurrenten um Porsche und Audi drohen, dem E-Auto-Hersteller den Rang abzulaufen.

Seit 2017 sind die Verkaufszahlen der Premium-Boliden bei Tesla um 40 Prozent auf 57.000 ausgelieferten Modelle im vergangenen Jahr gesunken, wie das "Handelsblatt" berichtet. Im ersten Quartal des Jahres hat Tesla die Produktion in dem Segment sogar komplett eingestellt. Vor neun Jahren feierte der Hersteller mit dem Model S noch große Erfolge. Doch diese Zeiten sind vorbei. Der Wagen ist veraltet und nicht mehr auf dem neuesten Stand.

In der Autobranche ist es normalerweise üblich, alle zwei bis drei Jahre die eigenen Modelle zu erneuern. Bei Tesla übernehmen diese Aktualisierungen jedoch die Over-the-Air-Updates. Bremsen, Reichweite oder Assistenzsysteme — alles wird durch die Updates über das Internet verbessert. So lässt sich das Alter der Modelle zumindest für eine Zeit verschleiern, allerdings nicht ewig. Vor allem, wenn gleichzeitig die Konkurrenz wächst. Seit einem Jahr bietet Porsche den Taycan als elektrische Variante an. Die Alternative zum Model S ist im ersten Quartal des Jahres der klare Verkaufsschlager in dem Segment.

Das Model S Plaid.
Das Model S Plaid.

Deutsche Konkurrenz rüstet auf

Da spielt es natürlich auch eine Rolle, dass Tesla sich in einer Umbauphase befindet und auf die neue Generation hofft. Das Unternehmen hat sich jedoch zu lange mit dem Model 3 und Y auf das niedrige Preissegment konzentriert. Neben Porsche ziehen nun auch Audi mit dem e-tron GTS und im nächsten Jahr BMW mit einer rein elektrischen 7er-Reihe nach. Und vor allem Daimler sorgt mit seiner ersten elektrischen S-Klasse, dem EQS, für viel Aufmerksamkeit.

Bei Tesla soll nun neben dem Model S Plaid im nächsten Jahr auch das Model X Plaid für neuen Aufschwung sorgen. Der US-Autobauer hat ambitionierte Ziele. Pro Quartal sollen dem Tesla-Chef Elon Musk zufolge wöchentlich 2.000 Model S und X produziert werden. "Wenn wir Glück haben, könnte die Zahl auf 2400 bis 2500 steigen", so Musk. Insgesamt wären das in einem Jahr bis zu 130.000 Einheiten.

Während das Model S Plaid vor allem mit seiner Leistung und verbauten Technologie beeindruckt, hängt die neue Version in Sachen Reichweite zumindest einem Konkurrenten hinterher. Der EQS von Mercedes kommt dem Hersteller zufolge mit einer Ladung auf 770 Kilometer. Das Model S hingegen "nur" auf 628 Kilometer. Teslas ursprünglicher Plan, mit dem S Plaid+ ein weiteres, leistungsstärkeres Modell auf dem Markt zu bringen, wurde verworfen. Das E-Auto sollte eine Reichweite von stolzen 837 Kilometern erreichen. Doch die Produktion wurde eingestellt.

kh