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Konjunktur-Prognose der OECD: Von allen Industrieländern droht Deutschland die tiefste Rezession und die höchste Inflation

Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung von Deutschland sind düster, zumindest wenn laut der Prognose der OECD für 2023. - Copyright: Picture Alliance
Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung von Deutschland sind düster, zumindest wenn laut der Prognose der OECD für 2023. - Copyright: Picture Alliance

Deutschland werde von allen großen Industrieländern am härtesten von den wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges getroffen. Das geht aus dem neuen Ausblick der Organisation für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. „Die Welt zahlt weiterhin einen hohen Preis für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine“, bilanziert die Industrieländer-Organisation OECD. Und für Deutschland ist dieser Preis besonders hoch.

Für Deutschland erwartet die OECD im kommenden Jahr die tiefste Rezession und gleichzeitig die höchste Inflation der 20 größten westlichen Industriestaaten, der G-20. Die deutsche Wirtschaft werde nach einem Wachstum 1,2 Prozent in diesem Jahr 2023 um 0,7 Prozent schrumpfen. Das sind 2,4 Prozentpunkte weniger Wachstum als noch im Juni prognostiziert. Die Inflation werde in Deutschland auch im kommenden Jahr mit 7,5 Prozent überdurchschnittlich hoch bleiben.

Weltweit verliere die Wirtschaft an Schwung. Die Weltwirtschaft dürfte dieses Jahr noch um 3,0 Prozent zulegen, 2023 dann nur noch um 2,2 Prozent. Die Inflation gehe nur langsam zurück. In den 20 Industrie- und Schwellenländern dürfte sie 2023 bei 6,6 Prozent liegen.

Sorgen machen der OECD neben drohenden Energieengpässen im Winter vor allem die hohen Kosten für Nahrungsmittel. Die Organisation fordert starke Maßnahmen der Industriestaaten, die aber abgestimmt und zielgenau sein müssten. Die OECD favorisierte eindeutig direkte Hilfen für betroffene und bedürftige Gruppen anstelle von Eingriffen in die Preise.

Vor allem das schwache Vertrauen der Verbraucher lasse eine längere Phase mit schwachem Wachstum erwarten. Die OECD appellierte an die Zentralbanken, trotz der trüben Aussichten für die Konjunktur konsequent gegen die Inflation vorzugehen. Dies sei die Voraussetzung dafür, das Vertrauen wieder zu stärken.

Auch für die USA und China wird mit einem wesentlich langsameren Tempo gerechnet. Hier gibt wie auch in anderen europäischen Ländern es allerdings noch Wachstum. Dem gesamten Euro-Raum traut die OECD 2023 noch 0,3 Prozent Wachstum zu.

Die russische Wirtschaft dürfte 2022 um 5,5 Prozent einbrechen. Das ist allerdings ein deutlich geringerer Einbruch als zuletzt erwartet. 2023 dürfte das russische Bruttoinlandsprodukt dann noch einmal um 4,5 Prozent schrumpfen. Hauptgrund hierfür seien die Sanktionen des Westens, die wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine verhängt wurden.