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„Wir kommen nicht um Hilfen für die Autoindustrie herum“

Konjunkturhilfen für coronageschädigte Firmen soll es aus Sicht des saarländischen Ministerpräsidenten Hans nur für innovatives und klimafreundliches Wirtschaften geben. Die Autoindustrie soll dennoch unterstützt werden.

Konjunkturhilfen für coronageschädigte Firmen soll es aus Sicht des saarländischen Ministerpräsidenten Hans nur für innovatives und klimafreundliches Wirtschaften geben. Foto: dpa

Konjunkturhilfen für coronageschädigte Unternehmen soll es aus Sicht des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) nur für innovatives und klimafreundliches Wirtschaften geben. Der Landesregierungschef zieht Parallelen zwischen der Viruspandemie und dem Klimawandel. Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche sagt Hans: „Corona ist ein Schuss vor den Bug für die Menschheit. Wir bremsen auf dem ganzen Planeten die Wirtschaft ab. Wenn wir wieder anfahren, muss es anders werden, damit die Klimakrise nicht später noch viel größere Rückschläge mit sich bringt.“

Deshalb setzt sich der CDU-Politiker ein für einen milliardenschweren „groß angelegten Innovationsfonds, der in der größten Krise der Nachkriegszeit der Wirtschaft hilft“. Dieser soll den Wirtschaftsaufschwung in bestimmte Bahnen lenken.

Dabei will er dennoch die Autoindustrie unterstützen – allerdings nur sparsame und effiziente Antriebe. „Wir kommen nicht um Hilfen für die Autoindustrie herum“, sagt Hans, in dessen Bundesland Autobauer und Zulieferer produzieren. „Es braucht eine ökologische Komponente, aber ich möchte technologieoffen fördern. Ein milder Dieselhybrid kann dann genauso gefördert werden wie ein reines Elektroauto.“

Solche Milliardensummen belasteten vor allem die jüngere Generation, räumt Hans ein. „Die Schulden werden dramatisch steigen.“ Diese Last werde ungleich verteilt. „Der Schuldenabbau trifft anschließend vor allem die Jüngeren. Das muss man ehrlich sagen.“

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Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) spricht im Interview über staatliche Unterstützung für Autobauer und Stahlhersteller sowie die Folgen der Coronakrise für die junge Generation. Das ganze Gespräch finden Sie hier.