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"Kindheit lässt sich nicht nachholen": Ärztin warnt vor den gefährlichen Folgen des Bewegungsmangels für Kinder

·Lesedauer: 1 Min.

Auf die negativen Folgen der Pandemie-Zeit für Kinder haben schon viele Expertinnen und Experten hingewiesen. Ohne soziale Kontakte werden sie verhaltensauffällig, depressiv, medienabhängig. Doch ebenso folgenreich kann der Mangel an Bewegung für sie sein, betont jetzt die Kinderärztin Kerstin Holze in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

"Für das Erlernen motorischer Grundlagen gibt es ein goldenes Lernalter, das sich nicht einfach verschieben lässt", sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderturn-Stiftung im Interview mit der FAZ. Man habe den Kindern die Bewegung, die sie zur gesunden Entwicklung brauchen, aus guten Gründen vorenthalten. Die Expertin appelliert aber nun an alle, schnell zu handeln. "Sport ist Grundlage für weiterführende Fähigkeiten. Wenn Kinder nicht komplexe Bewegungsabläufe lernen – und sie lernen diese durch qualifizierte Sportangebote, wie zum Beispiel das Kinderturnen –, werden sie sich später schwerer tun mit komplexen Denkvorgängen, mit schwierigen Zusammenhängen", so Holze.

"Das wird sich nicht einfach zurechtruckeln"

Laut Holze lassen sich diese Defizite nicht ohne weiteres ausgleichen. "Das wird sich nicht einfach zurechtruckeln." Schon vor Corona seien die Bedingungen für bewegtes Aufwachsen nicht optimal gewesen. Die Pandemie habe das verstärkt. "Wenn wir dorthin zurückkehren, wo wir vorher waren, werden nicht wenige Kinder das nicht aufholen können."

Das Thema benötige die notwendige Priorität. "Dann können wir dies in einer gemeinsamen Kraftanstrengung schaffen. Kindheit findet jetzt statt", betonte die Medizinerin. "Sie ist nichts, was wir am Ende der Pandemie nachholen können. Es ist unsere Pflicht, die Rahmenbedingungen für ein bewegtes Aufwachsen zu schaffen. Alle gehören jetzt an einen Tisch."

dpa/jsk

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