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Kieler Regierungschef Günther für Corona-Lockerungen

·Lesedauer: 1 Min.

KIEL/MAINZ (dpa-AFX) - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will sich angesichts sinkender Infektionszahlen für baldige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen einsetzen. Dies sagte der CDU-Politiker am Freitag im ZDF-"Mittagsmagazin" im Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am nächsten Mittwoch. Bei der letzten Konferenz sei ja verabredet worden, für die nächste Runde einen Stufenplan zu erarbeiten. Sein Land habe sich deshalb verpflichtet gefühlt, einen solchen auch vorzulegen. "Was wir das letzte Mal beschlossen haben, gilt, und von daher wird ein Stufenplan definitiv auch kommen."

Der Kieler Planvorschlag sei aus seiner Sicht klug und austariert. Er sieht die ersten Öffnungsschritte für Kitas und Schulen vor. "Wir sind sehr optimistisch, dass wir uns darauf auch verständigen können", sagte Günther.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen war in Deutschland zuletzt auf 79,9 gesunken, in Schleswig-Holstein auf 67,0. Der aktuelle Lockdown mit weitgehend geschlossenen Schulen, Kitas, Geschäften und Freizeiteinrichtungen gilt bis zum 14. Februar.

Der Stufenplan der Kieler Regierung sieht die Möglichkeit vor, ab einer sieben Tage lang stabil unter 100 liegenden Inzidenz an Kitas den eingeschränkten Regelbetrieb zu starten und für die Schulklassen 1 bis 6 Wechselunterricht aufzunehmen. Zudem können Friseure wieder öffnen. Für Entscheidungen darüber sollen aber auch die Auslastung der Intensivkapazitäten in Krankenhäusern, das Verbreitungspotenzial des Virus (Reproduktionszahl), das Auftreten von Mutationen, die Situation des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die Impfquote berücksichtigt werden. Weitergehende Lockerungsschritte sieht der Kieler Plan für Inzidenzen stabil unter 50 vor.