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Keine Stelle ausgeschrieben, die passt? Wie ihr eine gute Initiativbewerbung schreibt

Eine Initiativbewerbung ist eine gute Möglichkeit, um seinen Traumjob zu ergattern. - Copyright: Getty Images
Eine Initiativbewerbung ist eine gute Möglichkeit, um seinen Traumjob zu ergattern. - Copyright: Getty Images

Ihr habt Jobportale und Karriereseiten von Unternehmen durchforstet – aber keine Stellenanzeige gefunden, die zu euch passt? Dann schreibt doch eine Initiativbewerbung! So könnt ihr euch nicht nur um euren Traumjob bemühen, sondern auch euer Engagement unter Beweis stellen. Ja klar, es gibt dann erstmal keine vordefinierte Stelle. Aber ein Vorteil ist: Ihr habt auch keine Konkurrenz.

Welche Unternehmen sich für diese Form der Bewerbung gut eignen, wie ihr das Anschreiben verfasst und welche Unterlagen erforderlich sind, lest ihr hier.

Initiativbewerbung: Darum ist die Recherche über das Unternehmen so wichtig

Wer sich initiativ bei einem Unternehmen um einen Job bewirbt, kann bereits einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Im schlimmsten Fall wird eure Bewerbungsmappe direkt aussortiert, weil eure gewünschte Stelle derzeit nicht vergeben wird oder das Unternehmen derzeit keine neuen Mitarbeiter einstellt. Informiert euch daher zunächst, ob die Firma etwa einen Einstellungsstopp plant. Dies ist manchmal der Fall, wenn das Unternehmen eine Krise durchläuft oder von Umweltfaktoren, wie etwa der gegenwärtigen Gaskrise und hohen Inflation, beeinflusst wird. Häufig wird eure Mühe jedoch gesehen – und nicht selten könnt ihr so den Job ergattern, den ihr euch am meisten wünscht.

Vielleicht habt ihr bereits ein Unternehmen im Kopf, bei dem ihr unbedingt anfangen möchtet. Bei Konzernen habt ihr meist bessere Chancen, weil sie mehr Einstiegsmöglichkeiten, Kapazitäten und Kapital bieten als kleinere Firmen oder Startups. Aber auch dort könnt ihr euch auf der Homepage informieren, ob Initiativbewerbungen erwünscht sind. Alternativ könnt ihr euch in der jeweiligen Personalabteilung erkundigen. So stellt ihr zudem bereits einen persönlichen Kontakt her und findet heraus, an wen ihr eure Bewerbung richten müsst. Auch Kontakte über Bekannte oder Job-Portale wie Linkedin oder Xing, Jobmessen oder ein Praktikum können euch eurem Traumjob näherbringen. So könnt ihr eure Bewerbung direkt an den zuständigen Ansprechpartner weiterleiten lassen.

Einleitung, Hauptteil, Schluss: So schreibt ihr eine Initiativbewerbung

Doch wie schreibt man überhaupt eine Initiativbewerbung? Im Gegensatz zu einer Bewerbung auf eine Stellenanzeige kennt ihr die konkreten Anforderungen des Unternehmens nicht. Daher solltet ihr selbst ein Anforderungsprofil für eure Traumstelle entwerfen und herausfinden, welche Pläne und Ziele das Unternehmen hat – und welche Vorteile ihr dem Fachbereich bringen könntet.

Auf den Homepages findet ihr Infos zur Philosophie oder zum Leitbild des Unternehmens, manchmal gibt es auch Einblicke von Mitarbeitenden. Idealerweise findet ihr heraus, was im Unternehmen schon sehr gut läuft und legt nahe, wie ihr den Erfolg mit voranbringen könnt.

Ein Anschreiben und einen Lebenslauf solltet ihr in jedem Fall mitschicken. Ob auch Arbeitszeugnisse und -proben erforderlich sind, hängt ganz vom Unternehmen sowie von der Branche ab. In der Regel könnt ihr diese auf Nachfrage aber immer noch nachreichen. Eine vollständige Bewerbungsmappe kann von Vorteil sein, weil das Unternehmen eure Referenzen abspeichern und auf euch zukommen kann, sobald eine passende Stelle frei wird.

Beim Anschreiben solltet ihr Floskeln unbedingt vermeiden. Macht gleich in der Betreffzeile des Schreibens deutlich, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt – und schreibt dazu, um welche Position und welchen Fachbereich es sich handelt. Etwa so: "Initiativbewerbung als Produktmanager für den Standort Hamburg".

Arbeitszeugnisse
Arbeitszeugnisse

Zudem solltet ihr recherchieren oder erfragen, an welche Person ihr eure Bewerbung richten müsst. Nichts versandet so schnell wie eine Bewerbung ohne klaren Adressaten. Wer das ist, steht meist auf der Karriereseite – oder ihr erfragt die Info telefonisch. So könnt ihr die Standard-Anrede "Sehr geehrte Damen und Herren" ersetzen und das Schreiben viel persönlicher verfassen. Wer hier den richtigen Namen einsetzt, zeigt bereits, dass er oder sie gut recherchiert hat.

Auch die Einleitung solltet ihr individuell gestalten, indem ihr sie auf euch und die beworbene Stelle ausrichtet. Die sonst übliche Floskel "Hiermit bewerbe ich mich für eine Stelle als ..." ersetzt ihr durch einen Einstieg, der neugierig macht und sich von anderen Bewerbungen abhebt. Einige Beispiele dafür findet ihr auf den Seiten von Jobbörsen, etwa Stepstone.de oder Monster.de.

Bleibt im gesamten Anschreiben so konkret wie möglich und erwähnt Erfolge aus euren Praxiserfahrungen, die für die Stelle relevant sind. Eine Frage sollte in jedem Fall beantwortet werden: Warum möchtet ihr konkret in diesem Unternehmen und in dieser Position anfangen? Und noch ein Tipp zur Sprache im Anschreiben: Vermeidet den Konjunktiv. Ein Abschlusssatz wie "Gerne überzeuge ich Sie persönlich von meiner Motivation" wirkt selbstbewusster und überzeugender als "Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich freuen".

E-Mail-Text und Lebenslauf: Das solltet ihr beachten

Der Lebenslauf einer Initiativbewerbung unterscheidet sich nicht von einer gewöhnlichen Bewerbung – er sollte alle beruflichen und gegebenenfalls theoretischen Erfahrungen (etwa Studium, Weiterbildungen, Zertifikate) abbilden und im Idealfall eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten. Viele Unternehmen nehmen inzwischen Online-Bewerbungen, etwa über ihre Karriereseite, an.

Alternativ könnt ihr eure Unterlagen per E-Mail versenden. Zerbrecht euch nicht den Kopf darüber, was in dieser E-Mail steht – die Bewerbung selbst ist wichtiger. Der Betreff sollte auch hier das Wort "Initiativbewerbung" beinhalten, der Rest des Textes in der E-Mail sollte möglichst kurz und konkret sein.