Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    29.538,73
    -229,33 (-0,77%)
     
  • Dow Jones 30

    33.696,56
    -104,04 (-0,31%)
     
  • BTC-EUR

    50.461,66
    -344,84 (-0,68%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.284,34
    -10,25 (-0,79%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.823,53
    -76,66 (-0,55%)
     
  • S&P 500

    4.121,08
    -7,72 (-0,19%)
     

Kassenärzte: Ab April 20 Millionen Impfungen pro Monat möglich

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält es für möglich, dass in Deutschland ab April 20 Millionen Menschen monatlich gegen das Coronavirus geimpft werden können. Eine Erstimpfung für die erwachsene Bevölkerung könne schon in der ersten Juni-Hälfte, die weitgehende Immunisierung Anfang August abgeschlossen sein, sagte Gassen der "Welt" (Mittwoch). Voraussetzung dafür sei ein rascher Nachschub an Impfstoffdosen.

Ab Anfang April sollen die niedergelassenen Ärzte in Deutschland flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Darauf hatten sich die Fachminister von Bund und Ländern am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz geeinigt. Gassen kritisierte, dass in den Überlegungen von Kanzlerin und weiten Teilen der Regierung überwiegend der öffentliche Gesundheitsdienst und die Impfzentren eine tragende Rolle spielten, nicht aber die Praxen. Mit fünf Millionen verimpften Dosen pro Woche in den Praxen und etwa 1,5 Millionen Impfungen in den Zentren sei "ein deutlich früherer Termin als der 21. September" erreichbar. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte davon gesprochen, allen erwachsenen Bürger bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot machen zu wollen.

Gassen beklagte, die "deutsche Neigung, den Bürokratie-Oscar gewinnen zu wollen", bremse die Impfkampagne. "Wir sollten nicht alles bis ins Kleinste regeln wollen", sagte er. Um schnell so viele Bürger wie möglich zu impfen, müsse außerdem die strenge Priorisierung der Ständigen Impfkommission (Stiko) schrittweise zurückgezogen werden.