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Kampfpanzer-Debatte: Klingbeil verweist auf Nein mit Verbündeten

OLDENBURG (dpa-AFX) - SPD-Chef Lars Klingbeil hat die angekündigte Lieferung weiterer schwerer Waffen der Bundeswehr in die Ukraine als "wichtigen Beitrag" gewürdigt. Gleichzeitig äußerte er sich am Donnerstag bei einer Parteiveranstaltung in Oldenburg aber erneut zurückhaltend zur Lieferung moderner Kampfpanzern westlicher Bauart. "Es gibt eine Entscheidung mit den Alliierten zusammen, dass kein Land gerade Kampfpanzer westlicher Art liefert." Er erwarte aber auch von der Bundesregierung, dass sie sich "jeden Tag damit auseinandersetzt, was passiert eigentlich in der Ukraine und was ist der nächste Schritt, den wir tun können".

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte am Donnerstag angekündigt, dass zwei weitere Mehrfachraketenwerfer Mars sowie 50 gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Dingo an die Ukraine geliefert werden sollen. Dazu würden den ukrainischen Streitkräften auch 200 Raketen für die Mehrfachraketenwerfer überlassen. Die Ukraine fordert von Deutschland aber auch die Lieferung deutscher Leopard-2-Kampfpanzer. Kanzler Olaf Scholz (SPD) betont stets, dass es in dieser Frage keinen deutschen Alleingang geben werde. Er verweist darauf, dass kein anderer Nato-Staat Kampfpanzer westlicher Bauart in die Ukraine geliefert hat.