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Kühnert: Ziel bei Wärmewende ist eigentlich zentrale Versorgung

BERLIN (dpa-AFX) -Im Streit um den Heizungstausch plädiert SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert dafür, zentrale Wärmenetze wie Fernwärme stärker in den Blick zu nehmen. Ziel sei, dass sich nicht Millionen Haushalte individuell um die Wärmewende in ihrem Keller oder ihrem Vorgarten kümmern müssten, sagte Kühnert im Podimo-Podcast "Stand der Dinge", der von der Deutschen Presse-Agentur produziert wird.

Stattdessen gehe es um eine kluge kommunale Planung und darum "möglichst viele Leute zentral an Wärmequellen anzuschließen, damit nicht sie selber die Wärmewende machen müssen, sondern der kommunale Versorger vor Ort." Diejenigen, bei denen das nicht möglich sei, hätten weiterhin ein breites Spektrum an Heizmöglichkeiten, darunter Wärmepumpen, Biomasse und Wasserstoff.

"Das alles wird möglich sein und dann wird man sich Einkommen und Vermögen angucken müssen und besondere Wohnsituationen und darauf Förderung abstimmen müssen", sagte Kühnert. "Am Ende reden wir über eine niedrige sechsstellige Anzahl von Heizanlagen pro Jahr, die wahrscheinlich von einem Austausch tatsächlich betroffen sein wird."

Zentrale Wärmenetze können mit Fernwärme, aber auch mit sogenannter Nahwärme gespeist werden. Unter anderem kann Abwärme aus Industrieanlagen zum Heizen nutzbar gemacht werden. Nach Plänen aus der Ampel-Regierung sollen die Länder in den kommenden Jahren Pläne vorlegen, wie die Wärmewende vor Ort umgesetzt werden soll. Für Großstädte sollen diese Wärmepläne bis Ende 2026 fertig sein, kleinere Städte sollen zwei Jahre länger Zeit haben. In der Bundesregierung sind die Pläne noch nicht abschließend abgestimmt.