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Kämpfen für den Frieden: Die Taliban und die Zukunft der Kampfsportler in Afghanistan

·Lesedauer: 10 Min.
Der MMA-Kämpfer Zaki Rasooli.
Der MMA-Kämpfer Zaki Rasooli.

Kabul, Afghanistan – MMA-Kämpfer Zaki Rasooli hat Verspätung. Es ist Mitte Juli. In 30 Minuten hat er eine Trainingseinheit und das Fitnessstudio liegt auf der anderen Seite der verkehrsreichen Hauptstadt Afghanistans. Er fährt mit seinem Auto hinter einem Polizeiwagen hinterher, in der Hoffnung, die Staus und Straßenverkäufer, die Absperrmauern und Polizeikontrollen ausmanövrieren zu können. Jeden Tag könnte es zu einem Anschlag kommen. Ein weiterer Grund, in Bewegung zu bleiben.

Während er durch die Straßen rast, kommt er an mindestens drei Reklametafeln von Ahmad Wali Hotak vorbei, einem weiteren MMA-Star namens "The Warrior", der eine Dose Energy-Drink umklammert, während er einen Schlag in die Kamera zielt. Rasooli versucht nicht nur, den Stau zu vermeiden. Der massige 80-Kilogramm-Kämpfer hofft, durch die Stadt zu gelangen, ohne erkannt zu werden. Mit drei großen Siegen, einer Niederlage und einem Unentschieden seit 2018 ist der 24-Jährige einer der bekanntesten MMA-Kämpfer in Afghanistan.

Seit er als sein Alter Ego, Zaki the Outlaw Scrapper, anfing, Matches zu gewinnen, erhält er Drohanrufe. Er geht davon aus, dass die Drohungen nur von frustrierten Fans seiner Gegner kommen. Doch Rasooli geht kein Risiko ein. Gezielte Attentate forderten in Kabul das Leben berühmter Journalisten, Menschenrechtsaktivisten, Akademiker und religiöser Führer. Nach der Eroberung durch die Taliban ist die Gefahr nicht gesunken. Am Mittwoch kam es zu mehreren Explosionen und Schüssen in der Nähe des Flughafens in Kabul. Mindestens 85 Menschen kamen nach aktuellen Angaben ums Leben. Die USA machen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" für den Doppelanschlag verantwortlich.

Wahid Nazhand trainiert im Mausoleum von Ahmad Shah Masoud in der Provinz Panjsher.
Wahid Nazhand trainiert im Mausoleum von Ahmad Shah Masoud in der Provinz Panjsher.

Schließlich – und irgendwie gerade noch rechtzeitig – parkt Rasooli sein Auto und betritt ein unscheinbares Gebäude inmitten einer Reihe von Restaurants, Shisha-Bars und Cafés. Er joggt eine Handvoll tiefer Stufen in den Keller hinunter. Das Fitnessstudio unten ist ziemlich rustikal eingerichtet. An den Wänden hängen ein paar Ventilatoren und einfache Leuchten. Ein Boxsack, ein riesiger LKW-Reifen, einige Seile und verschiedene Gewichte sind in dem kleinen Raum verstreut. In den letzten Jahren sind anderswo in der Stadt bessere Fitnessstudios für Kabuls Oberschicht entstanden – mit moderner Einrichtungen für 100 Dollar im Monat.

Aber für ernsthafte Sportler ist es das Training, nicht die Annehmlichkeiten und Geräte, die wirklich wichtig sind. Die Anonymität, die dieser Ort bietet, ist ein zusätzlicher Bonus.

Zaki Rasooli in seinem Fitnessstudio im Keller mit seinem Trainer.
Zaki Rasooli in seinem Fitnessstudio im Keller mit seinem Trainer.

Rasoolis Trainer Mohammad Yusuf Mohmand hat bereits mit einem anderen jungen Athleten begonnen. Ein aufstrebender MMA-Hoffnungsträger, der mit einem Vorschlaghammer gegen den Reifen hämmert und bei jedem Schwung geräuschvoll grunzt. Mohmand, ein legendärer Kämpfer, verhöhnt den jungen Mann und brüllt, dass er mehr Lärm mache als Schläge lande. Rasooli verschwindet hinter einem Stück Stoff, um seine Jeans auszuziehen und in kurze weiße Shorts und ein schwarzes Tanktop zu wechseln. Es ist Kleidung, die er draußen nicht tragen würde. Dann macht er sich am Boxsack an die Arbeit. Es ist seine zweite Trainingseinheit des Tages.

"Wenn du dieses Achteck betrittst, zeigst du den Leuten deinen Körper, dein Talent", sagt er über seinen Antrieb, so hart zu trainieren.

Ein Sport mit unsicherer Zukunft

Während die Taliban Afghanistan im Griff haben, ist die Zukunft von MMA – und Sport- und Freizeitaktivitäten aller Art – in Gefahr. Während der Taliban-Herrschaft in den 1990er-Jahren, die sich bis zum Anschlag vom 11. September 2001 über fünf Jahre erstreckte, erlaubte die Terrororganisation einige Sportarten, allerdings mit strengen Kleidungsvorschriften und Gebetspausen. Die kurzen Hosen, der nackte Oberkörper und die Tattoos, die von mehreren MMA-Kämpfern getragen werden, verstoßen gegen alle Anstandsstandards der Taliban.

Es stellt sich auch die Frage, ob es in den Städten sicher genug sein wird, um Kämpfe auszutragen und ob ausländische Kämpfer überhaupt zu Veranstaltungen nach Afghanistan kommen. Während der letzten Taliban-Herrschaft wurde außerdem das Fernsehen verboten. Es bleibt abzuwarten, ob MMA-Kämpfe übertragen werden oder ob es überhaupt noch TV-Sender geben wird, die sie ausstrahlen können.

Nazhand macht ein Selfie mit einem jungen Fan.
Nazhand macht ein Selfie mit einem jungen Fan.

Ungeachtet der Politik hat Mixed Martial Arts in Afghanistan eine äußerst loyale Fangemeinde. Lokale MMA-Stars wie "The Warrior" und Baz Mohammad Mubariz ("The Afghan Eagle") erscheinen auf Werbetafeln und Werbespots im ganzen Land. Laut Qais Nawabi, einem lokalen Sportjournalisten, gibt es allein in Kabul 120 Fitnessstudios, die auf MMA-Kämpfer ausgerichtet sind. Mindestens 50 MMA-Kämpfe werden jährlich im afghanischen Fernsehen übertragen. Während die Angst vor Covid-19 die Menge bei den eigentlichen Spielen ausgedünnt hat, finden sich an Kampfabenden jubelnde Fans in Restaurants und Cafés, die die afghanische Flagge schwenken. Bei den meisten Kämpfen treten Afghanen gegeneinander an. Hin und wieder reisen jedoch auch Kämpfer aus nahe gelegenen Ländern wie Kasachstan, Iran, Tadschikistan und Pakistan an.

Der Weg zum Erfolg ist ein schwieriger. Besonders in Afghanistan. Hier verdienen Kämpfer nur ein paar Hundert Dollar pro Kampf. Auch der Mangel an Sponsoren in einem Land mit angeschlagener Wirtschaft hat den Kämpfern nicht geholfen. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Unternehmen – hauptsächlich lokale Energy-Drink-Marken – die bereit sind, in Sportler und Prominente zu investieren. Kämpfer, die international antreten wollen, müssen ihre Auslandsreisen selbst finanzieren. Kosten von bis zu 5.000 Euro stehen dann an.

Die Herausforderungen enden nicht beim Geld. Afghanische Kämpfer müssen sich ständig um ein Visum kümmern, damit sie im Ausland kämpfen und trainieren können. Hinzu kommen die laschen Anti-Dopingbemühungen. In Afghanistan ist die Verwendung von Steroiden bei vielen Athleten üblich. Ohne Regulierungen besteht außerdem immer der Verdacht, dass Kämpfer Anabolika verwenden.

Wahid Nazhand, derzeit die Nummer drei im Weltergewicht in Südasien, trägt unter seinen Fans den Spitznamen „Sang Khor“ – „The Stone Eater“. Er erinnert sich an einen seiner ersten MMA-Kämpfe im Jahr 2015. "Ich betrat das Achteck in diesem schmuddeligen, dunklen Raum und es tropfte Abwasser aus einem Rohr über uns in den Käfig. Stellen Sie sich vor, Sie stehen Ihrem Gegner gegenüber und versuchen, den Gestank zu vergessen, der alles durchdrungen hatte." Trotz all dieser Hindernisse treten immer mehr Kämpfer auf und mehr Afghanen – vor allem Männer – werden zu Fans.

The Stone Eater vs. The Outlaw Scrapper

Der Kampf, der MMA in Afghanistan erst wirklich populär machte, fand 2020 statt. Rasooli ("The Outlaw Scrapper") kämpfte gegen Nazhand ("The Stone Eater") bei der Snow Leopard Fighting Championship (SLFC), Afghanistans wichtigstem MMA-Event. Sie standen sich gegenüber, um zu bestimmen, wer der unangefochtene Weltmeister im Weltergewicht ist. Im Vorfeld des Kampfes führten Rasooli und Nazhand einen hitzigen verbalen Austausch im Live-Fernsehen, was für den Sport in Afghanistan ziemlich neu war.

In der Kampfnacht im vergangenen Dezember versammelten sich Hunderte Zuschauer in der Arena. Tausende verfolgten den Kampf vor ihrem Fernseher. Er dauerte fünf Runden. Am Ende waren beide Männer in Blut und Schweiß gebadet.

Der Kampf begann überraschend, als Nazhand, ein herausragender Kickboxer, Rasooli zu Boden brachte und ihn für den größten Teil der Runde kontrollierte. Die zweite und dritte Runde verliefen ähnlich. In der vierten schaffte es Rasooli, Nazhand zu Boden zu bringen. Nazhands Blut ergoss sich über den gesamten Ring, aber er gewann seine Fassung und beendete die Runde stehend. Die fünfte Runde war ein Hin und Her. Doch Rasooli verlor die Spannung und gab seine Deckung für einen kurzen Moment auf. Nazhand nutzte die Öffnung, brachte Rasooli zu Fall und besiegte ihm am Ende. Er blieb an der Spitze.

Nazhand mit seinem SLFC-Weltergewichts-Meisterschaftsgürtel.
Nazhand mit seinem SLFC-Weltergewichts-Meisterschaftsgürtel.

Das Publikum wurde gut unterhalten. Sie hatten gerade einen Kampf auf UFC-Niveau in ihrem eigenen Land miterlebt. Am Ende der Nacht hatte MMA eine neue Fangemeinde in Afghanistan. "Mit jedem Schlag lassen wir die Menschen in Afghanistan wissen, dass es Typen wie uns gibt, die die Welt des MMA dominieren können", sagt Rasooli rückblickend auf diese Nacht.

"Du weißt, dass er ein Taliban ist?"

Wenn Rasooli nicht trainiert, postet er oft Updates für seine 50.000 Follower auf Instagram. Hier scheint seine schroffe, aber umgängliche Persönlichkeit durch. Es gibt ein Video von Rasooli, in dem er ein Baby spielerisch anweist, wiederholt auf seinen Kiefer zu schlagen, der neben der winzigen Faust des Babys gigantisch aussieht. Und auch Clips, in denen er verzweifelt flucht, während er gegen einen Freund in einem Videospiel verliert. Er gibt sich bodenständig – und genau das macht ihn in seinem Land so beliebt.

Rasooli in seinem Fitnessstudio in Kabul.
Rasooli in seinem Fitnessstudio in Kabul.

Rasooli ist es mittlerweile gewohnt, bei seinen Auftritten in Kabul von Fans umgeben zu sein. Aber vor zwei Jahren hatte er eine Begegnung, die ihm zeigte, wie weit sich MMA bereits in Afghanistan verbreitet hat.

Er kümmerte sich um das Land seiner Familie in ihrer Heimat Maidan Wardak, einer Provinz, die für ihre Äpfel, aber auch für die Präsenz der Taliban bekannt ist. An diesem Nachmittag näherte sich ihm ein bärtiger Mann mit schwarzem Turban. „Ich kenne dich. Ich habe dich im Fernsehen gesehen“, sagte der Mann auf Paschtu zu einem erstaunten Rasooli. "Bist du nicht dieser Kämpfer? Ich war so glücklich, als du dein letztes Match gewonnen hast, wir haben alle gejubelt. Jeder hier unterstützt dich."

Die beiden Männer unterhielten sich noch eine Weile, während Rasoolis Vater zusah. "Du weißt, dass er ein Taliban ist, richtig?", sagte sein Vater später. Auch wenn Rasooli zu jung war, um sich an die letzte Herrschaft der Taliban zu erinnern, weiß er, dass sie für viele Menschen in dem Land Leid bedeutete. Jeder, der während der Gebetszeiten nicht in der Moschee war, konnte ausgepeitscht werden. Fußballspielern war es verboten, auf dem Spielfeld kurze Hosen zu tragen. Alle Formen der Unterhaltung, einschließlich des Fernsehens, wurden verboten. Meinungsfreiheit und Frauenrechte wurden ignoriert. Zu hören, dass ein Taliban ihn nicht nur erkannte, sondern sich selbst als Fan bezeichnete, war für ihn surreal.

"Einer der Größten"

Rasooli und Nazhand sind beide in Kabul aufgewachsen. Rasooli arbeitete schon früh bei einem Mechaniker, wo er sich Englisch aus den Cartoons im Fernsehen selbst beibrachte. Nazhand war einst Buchhändler und verdiente 50 Afghanis (50 Cent) pro Tag.

Mehr als ein Jahrzehnt lang haben sie ihren Körper an die Grenzen gebracht. Sie wollten zeigen, dass sie auch ohne finanziellen Rückhalt und große Sponsoren Weltmeister werden können. Dass das afghanische Volk noch zu Größe fähig ist. Das auch sie Helden sein können. "Meine Familie hat mir eine Chance nach der anderen gegeben und am Ende haben wir den Respekt unserer Gemeinschaften gewonnen", sagt Rasooli. "Wir müssen weitermachen, damit wir Afghanistan wieder auf die Weltbühne bringen können."

Nazhand beim Schattenboxen in seinem Fitnessstudio.
Nazhand beim Schattenboxen in seinem Fitnessstudio.

Beide Männer zeigen stolz die afghanische Flagge. Und beide Männer besitzen das, was für MMA-Stars wichtig ist: Charisma, Kampfkunst und Siegeswillen. Bei aller Ungewissheit über ihre Zukunft und die Zukunft Afghanistans – sie machen weiter.

Im Gegensatz zu Rasooli steht Nazhand für Mut und Intensität. Wenn er auf einem Laufband läuft, muss es barfuß und mit maximaler Geschwindigkeit sein. Sein Instagram-Kanal, auf dem er knapp 100.000 Follower hat, ist voller Fotos, auf denen er sich an Klippen hochzieht und ohne Hemd in der kalten Winterluft Kabuls läuft. Wenn er mit aufgeregten Fans, anderen MMA-Kämpfern oder einem afghanischen Würdenträger für Fotos posiert, kann er höchstens ein schüchternes halbes Lächeln aufbringen.

Wenn er spricht, ist Nazhand dafür bekannt, nicht um den heißen Brei zu reden. Wie im Ring geht er direkt zum Knock-out. "Ich habe meinen Gegner nicht unverletzt gehen lassen. Ich habe ihm das Gesicht und den Kopf gebrochen", sagte Nazhand einer TV-Moderatorin, als sie sein erstes Match beschrieb.

Nazhand auf einem Laufband in seinem Fitnessstudio.
Nazhand auf einem Laufband in seinem Fitnessstudio.

Gelegentlich lässt Nazhand jedoch auch die harte Schale fallen. Zum Beispiel, wenn er von seiner Jugend spricht. Er erinnert sich noch an Nächte, in denen er sich am Fuß einiger der in Kabul verstreuten Reklametafeln niederließ, in die Gesichter junger Kämpfer schaute und davon träumte, dort oben sein eigenes Gesicht zu sehen. „Ich war fest entschlossen, einer der ganz Großen zu werden“, sagt er.

Kämpfen für den Frieden

Rasooli vor der Skyline von Kabul.
Rasooli vor der Skyline von Kabul.

Es ist eine offene Frage, ob die Verehrung von MMA-Kämpfern wirklich das Beste für ein Land ist, das erst kürzlich nach 20 Jahren erneut von den Taliban eingenommen wurde und vor Krieg und Gewalt steht. Karim Zidan, ein Journalist, der seit mehr als einem Jahrzehnt über MMA berichtet, sagt, dass es bei MMA weniger um Gewalt gehe, als Außenstehende glauben. "Die Leute vergessen, dass es beim MMA um Disziplin geht. Sie geben sich vor dem Kampf die Hand. Wenn die Glocke läutet und die Runde endet, gehen sie in ihre jeweiligen Ecken. Wenn der Kampf zu Ende ist, schütteln sie sich noch einmal die Hand", sagt Zidan. "Wir sind zwei professionelle Kämpfer, die üben und trainieren. Am Ende umarmen wir uns", sagt Nazhand. Aus seiner Sicht und der von Rasooli, kämpfen sie alle für den Frieden.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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