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Warum Joshua viel mehr als seine Titel verloren hat

·Lesedauer: 2 Min.

Am Ende seiner entlarvenden Entmachtung wollte Anthony Joshua nur noch den schmachvollen Knockout verhindern.

Warum Joshua viel mehr als seine Titel verloren hat
Warum Joshua viel mehr als seine Titel verloren hat

Der einstige Dominator im Schwergewichtsboxen hing wie ein Häufchen Elend in den Seilen, die Arme baumelten schlaff herunter, der Kopf wich nur mühsam den Schlägen seines Bezwingers Alexander Usyk aus.

Als die finale Glocke ertönte, atmete Joshua erleichtert auf. Er war nicht auf die Bretter gegangen - und hatte trotzdem alles verloren.

Der Brite unterlag bei seiner Titelverteidigung am Samstagabend im Tottenham Hotspur Stadium vor 66.000 geschockten Zuschauern ebenso überraschend wie verdient seinem Herausforderer nach Punkten.

Joshua verliert WBA-, WBO- und IBF-Titel

Während sich der überwältigte Ukrainer noch im Ring die WM-Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF überzog, flüchtete der entthronte Champion in die Kabine.

Joshuas Traum von der Vereinigung aller großen Schwergewichtsgürtel ist auf brutale Weise geplatzt, die Pläne für den lukrativen Mega-Fight gegen WBC-Champion Tyson Fury vorerst begraben. „Bleibt positiv, auch wenn die Welt vor dir zusammenbricht!“, twitterte Joshua in der Nacht wohl mehr an sich selbst adressiert als an seine Millionen Fans.

Die Zweifel, ob es der Olympiasieger von 2012 nochmal ganz nach oben schafft, sind nicht gerade klein. Zum zweiten Mal wurde der Adonis der Szene boxerisch entzaubert.

Presse zerreißt Joshua nach Pleite gegen Usyk

Genau wie bei seiner ersten Niederlage im Juni 2019 gegen Andy Ruiz (USA) wurde Joshua „zum Narren gehalten“, wie die Daily Mail vernichtend kommentierte: „David erschlug Goliath nicht mit einem Schlag, aber er machte den Weltmeister im Schwergewicht ohnmächtig und bombardierte ihn aus dem Geschichtsbuch des Boxens.“

Ganz so weit ist es noch nicht. Joshua (31) bekommt die Chance auf einen Rückkampf, den er vertraglich fixiert hatte und nach der laut Promoter Eddie Hearn „vernichtenden Niederlage“ auch sofort einforderte: „Zu Hundert Prozent!“

Doch George Foreman glaubt nicht daran, dass die Machtverhältnisse wieder kippen. „Usyk ist jetzt die Zukunft des Boxens“, meinte die Schwergewichts-Ikone.

Usyk legt steilen Aufstieg hin

In der Tat glänzte der in 19 Profikämpfen unbesiegte Ukrainer mit einer feinen Beinarbeit, variablen Deckung, präzisen Schlägen und schnellen Kombinationen. Erst 2019 war Usyk vom Cruisergewicht, das er als unumstrittener Weltmeister dominiert hatte, in die Königsklasse aufgestiegen. Und schon nach dem dritten Duell mit den schweren Jungs ist Usyk mehrfacher Champion.

„Alexander hat einen perfekten Job gemacht“, schwärmte Ex-Champion Vitali Klitschko am Ring über seinen Landsmann.

Der war gar nicht mal so begeistert von seiner eigenen Leistung. „Das war bis jetzt der größte Kampf meiner Karriere“, sagte der 34-Jährige, „aber nicht der schwierigste“.

Dieser Satz dürfte sich für Joshua wie ein zusätzlicher Schlag anfühlen. Genau wie Usyks Begründung, warum er am Ende, als sich der Champion kaum noch auf den Beinen halten konnte, nicht zum K.o.-Schlag angesetzt hatte: „Es war nicht mein Ziel, ihn auszuknocken. Meine Ecke hat mich davon abgehalten.“

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