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J.P. Morgan schreibt dutzende neuer Blockchain-Stellen aus

Christian Stede
·Lesedauer: 2 Min.
J.P. Morgan
J.P. Morgan

Um eine Einschätzung zu bekommen, welchen Stellenwert die großen Investmentbanken der Blockchain-Technologie und Kryptowerten beimessen, lohnt sich ein Blick in deren Stellenanzeigen.

Die Wall Street reagiert dem Vernehmen nach auf das deutlich gestiegene Interesse privater und institutioneller Investoren an Kryptowerten. Ein Blick auf das Stellenportal der US-Investmentbank J.P. Morgan zeigt 56 offene Stellen, wenn man den Suchbegriff “Blockchain” dort eingibt. In 34 davon taucht der Begriff schon im Jobtitel auf. Gut möglich, dass J.P. Morgan damit an der Spitze rangiert, was aktuell offene Blockchain-Jobs betrifft. Das ist insofern nicht verwunderlich, dass aus dem Hause J.P. Morgan immer mal wieder recht enthusiastische Aussagen zum Thema Blockchain zu hören waren.

Die meisten der in diesem und letzten Monat ausgeschriebenen Stellen sind über die USA, Indien und Singapur verteilt. Viele der Stellen beziehen sich direkt auf Onyx. Diese Abteilung gründete J.P. Morgan im Oktober letzten Jahres, um den JPM Coin, den Wholesale-Zahlungs-Token der Bank, zu betreuen. Als Onyx gestartet wurde, sagte J.P. Morgan, dass die neue Abteilung rund 100 Experten benötigt.

Sieht man sich einige der Stellenausschreibungen genauer an, erfährt man, dass die gesuchten Ingenieure sich auf die Integration von JPM Coin und Liink in die Zahlungsarchitektur von J.P. Morgan konzentrieren werden. (Liink firmierte früher als Interbank Information Network, mittlerweile nehmen rund 400 Banken an diesen Blockchain-basierten Netzwerk teil).

Goldman Sachs-Manager veröffentlicht Podcast

Wie sieht es bei der Konkurrenz von J.P. Morgan aus? Sucht man auf der Stellenseite von Goldman Sachs nach “Blockchain”, springen lediglich zwei magere Ergebnisse heraus. Dabei hatte die Seite Yahoo Finance! unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters Anfang des Monats berichtet, Goldman Sachs werde noch im März den Kryptowährungshandel wieder aufnehmen. Sowohl mit Bitcoin-Futures als auch mit Non Deliverable Forwards (NDFs) könnten Kunden von Goldman Sachs demnächst handeln, so ein Insider.

Dabei ist dieser Tage ein Podcast eines Goldman Sachs-Managers aufgetaucht, der eher von Skeptizismus zeugt. Matt McDermott, globaler Leiter der Abteilung für digitale Vermögenswerte der Investmentbank, sprach darin von einer drohenden Konsolidierung des Marktes. Dennoch müssten auch die Global Player unter den Banken auf die neuen Tendenzen Rücksicht nehmen:

Dies ist eine sich schnell entwickelnde Landschaft, in der die etablierten Krypto-Banken in den letzten Jahren sicherlich große Fortschritte gemacht haben. Die Kunden erwarten nun, dass die Banken ihre Angebote weiterentwickeln, um diese Nachfrage zu befriedigen. Und so erwarten wir sicherlich ein gewisses Maß an Konsolidierung in diesem Bereich.

Source: BTC-ECHO

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