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Ölpreise legen weiter zu - Dollar und Geopolitik stützen

SINGAPUR (dpa-AFX) -Die Ölpreise haben am Freitag ihre Aufschläge der vergangenen Tage ausgebaut. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 84,44 US-Dollar. Das waren 56 Cent mehr als am Vorabend. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung stieg um 63 Cent auf 79,89 Dollar.

Die Erdölpreise haben in den vergangenen Wochen tendenziell nachgegeben. Zuletzt sorgte jedoch ein schwächerer US-Dollar für Auftrieb. Auslöser waren schwache Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, die der Hoffnung auf frühere Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank Fed Nachdruck verliehen. Wechselkurseffekte spielen am Ölmarkt eine große Rolle, weil der Rohstoff überwiegend in der US-Währung gehandelt wird.

Preisauftrieb kommt auch seitens der Geopolitik. Von einer erhofften Entspannung im Gaza-Krieg kann derzeit keine Rede sein. Vielmehr will sich Israel auch nicht durch wachsenden Druck seines engsten Verbündeten USA von seinem Kriegskurs abbringen lassen. Der Konflikt gilt als großes Risiko für den gesamten ölreichen Nahen Osten.