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IWF-Chefin Georgiewa äußert sich nach Vorwürfen der Datenmanipulation

·Lesedauer: 1 Min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach den Vorwürfen der Datenmanipulation zugunsten Chinas wird sich die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, am Mittwoch (15.00 Uhr MESZ) öffentlich äußern. Der Skandal dürfte Georgiewas regulär geplante Pressekonferenz anlässlich der gemeinsamen Jahrestagung von Weltbank und IWF in Washington überschatten. Auch Weltbank-Chef David Malpass will sich Fragen von Journalisten stellen (14.15 Uhr MESZ). Später soll es zudem ein Treffen der Finanzminister der G20-Staaten geben.

Der Exekutivrat des IWF hatte Georgiewa erst am Montagabend (Ortszeit) nach acht Sitzungen zur Prüfung der Vorwürfe sein "volles Vertrauen" ausgesprochen. Damit wurde ein Wechsel an der IWF-Spitze verhindert. Georgiewa wurde vorgeworfen, auf ihrem vorigen Spitzenposten bei der Weltbank 2017 ein wichtiges Länderranking zugunsten Chinas beeinflusst zu haben. Sie soll Druck auf Mitarbeiter gemacht haben, um ein Abrutschen Chinas im Geschäftsklimaindex der Weltbank ("Doing Business") zu verhindern. Die Bulgarin Georgiewa (68), eine frühere EU-Kommissarin, die seit Ende 2019 an der Spitze des IWF steht, hat die Manipulationsvorwürfe stets zurückgewiesen.

Für die Weltbank und den IWF ist die angebliche Manipulation von Daten ein schwerer Vorwurf. Für die in Washington ansässigen Organisationen gehört die unabhängige und unpolitische Erhebung und Zusammenstellung internationaler Daten zum Kerngeschäft. Ihre Daten sind häufig auch eine Grundlage für weitreichende Entscheidungen.

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