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Irlands Premier gegen EU-Exportbeschränkungen auf Impfstoffe

·Lesedauer: 1 Min.

DUBLIN (dpa-AFX) - Der irische Regierungschef Michael Martin hat sich vehement gegen Exportbeschränkungen der EU für Impfstoffe oder Impfstoffkomponenten ausgesprochen. "Ich bin sehr dagegen, ich denke es wäre ein sehr rückwärtsgewandter Schritt", sagte Martin dem irischen Rundfunksender RTÉ am Montag. Es sei von elementarer Bedeutung, die Lieferketten nicht zu unterbrechen. Andere Länder könnten sonst nachziehen. "Wenn wir damit anfangen, sind wir in Schwierigkeiten", so der Taoiseach, wie der Premier in Irland genannt wird.

Den Vorstoß von Ursula von der Leyen befürworte er nicht, betonte Martin. Die EU-Kommissionschefin hatte am Wochenende vor allem dem britisch-schwedischen Hersteller Astrazeneca damit gedroht, Exporte zu verbieten. Dabei könnte es um Astrazeneca-Impfstoff gehen, der in den Niederlanden produziert wird. Die EU wirft Großbritannien vor, keine Impfstoffe zu exportieren, während das Land aber von Lieferungen aus EU-Ländern profitiert.

Er verstehe das Problem mit Astrazeneca, es gebe dort erhebliche Spannungen, weil der Hersteller seine Verträge mit der Europäischen Union nicht erfüllt habe, so Martin. Er warnte aber davor, die Lieferketten anderer Impfstoffproduzenten wie Moderna und Johnson & Johnson zu untergraben.