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Irans Revolutionswächter attackieren Ziele in Syrien mit Raketen

TEHERAN (dpa-AFX) -Irans Revolutionswächter (IRGC) haben nach eigenen Angaben Ziele in Syrien mit Raketen angegriffen. Die Attacke sei Vergeltung für die jüngsten Terrorangriffe im Iran, teilte das IRGC-Webportal in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) mit. Insbesondere sei die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) "in den besetzten Gebieten Syriens ausfindig gemacht und durch den Abschuss einer Reihe von ballistischen Raketen zerstört" worden, hieß es in der Mitteilung. Welche Ziele der Iran genau attackierte, war zunächst unklar.

Fast zeitgleich erschütterten mehrere laute Explosionen kurz vor Mitternacht die nordirakische Stadt Erbil. In der Nähe eines neuen im Bau befindlichen US-Konsulats schlugen Augenzeugen zufolge mehrere Raketen ein. Auch der internationale Flughafen in der kurdischen Stadt wurde getroffen, während sich Panik in der Metropole ausbreitete. Ob es sich dabei auch um Angriffe durch Irans Revolutionsgarde handelte, war zunächst unklar.

Die kurdische Menschenrechtsorganisation Hengaw hatte zuvor auf X (ehemals Twitter) über einen Raketenangriff von einer IRGC-Raketenbasis im Westen Irans berichtet. Dieser habe der Stadt Erbil gegolten, schrieb die in Norwegen ansässige Organisation. Die Angaben ließen sich zunächst nicht überprüfen.

Die Lage in der Region ist seit Ausbruch des Gaza-Kriegs vor mehr als drei Monaten äußerst angespannt. Raketenangriffe durch die IRGC hat es seitdem nicht gegeben. Mit dem Iran verbündete militante Gruppen haben in den vergangenen Monaten jedoch oft Ziele in Syrien und im Irak angegriffen. Israel und die USA gelten seit der Islamischen Revolution von 1979 als Irans Erzfeinde. Ein verheerender Terroranschlag Anfang Januar hatte im Iran mehr als 90 Menschen das Leben gekostet. Der IS bekannte sich wenig später zu dem Anschlag.