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Irans Führer: Kein Kurswechsel im Atomstreit mit den USA

·Lesedauer: 1 Min.

TEHERAN (dpa-AFX) - Im zähen Streit über das Atomabkommen bleibt der Iran bei seiner Forderung, dass die USA alle ihre Sanktionen aufheben müssen. Erst dann werde auch sein Land wieder zum Atomdeal zurückkehren, sagte der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei am Sonntag im Staatsfernsehen.

Das 2015 in Wien geschlossene Abkommen sollte den Iran von der Entwicklung von Atomwaffen abhalten, im Gegenzug sollten Sanktionen gegen den Iran wegfallen.

Auch die von den USA und den drei europäischen Vertragspartnern - Deutschland, Frankreich und Großbritannien - geforderten Veränderungen im Atomdeal sind laut Chamenei nicht akzeptabel. "Ein Idiot (gemeint ist Ex-Präsident Donald Trump) wollte den Iran mit seiner Politik des maximalen Drucks zu diesen Änderungen zwingen", sagte Chamenei. Diese Politik sei aber kläglich gescheitert und werde auch diesmal wieder scheitern, sagte der Ajatollah.

Die US-Sanktionen bezeichnete Chamenei als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", insbesondere seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Dem Iran sei sogar die Einfuhr von Medikamenten verweigert worden, beklagte er. Der neue US-Präsident Joe Biden könne diese unmenschlichen Sanktionen beenden, "oder halt auch nicht". Der Iran könnte mit beiden Optionen leben, sagte der 81-jährige Kleriker.

Der ehemalige US-Präsident Trump war 2018 aus dem Atomabkommen ausgestiegen. Mit einer Politik des "maximalen Drucks" und harter Sanktionen wollte der die Führung in Teheran dazu bewegen, das Abkommen neu zu verhandeln und dabei schärferen Auflagen zuzustimmen. Als Reaktion hielt der Iran sich seit 2019 schrittweise nicht mehr an seine technischen Verpflichtungen aus dem Atomdeal.

Auch die Biden-Regierung plant mit ihren internationalen Partnern auf ein stärkeres Atomabkommen mit dem Iran hinzuarbeiten. Der Iran hat dies jedoch mehrmals abgelehnt.