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Iran kritisiert Chef der Internationalen Atomenergiebehörde scharf

TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran hat den Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, scharf kritisiert. Grossi sei befangen, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Said Chatibsadeh am Montag. Jüngst gab es neue Spannungen zwischen dem Iran und der IAEA, nachdem eine Resolution das Land zur vollen Zusammenarbeit mit den Inspektoren der Behörde bei der Überwachung des iranischen Atomprogramms aufgerufen hatte. Iran schränkte daraufhin die Überwachung weiter ein.

Insbesondere eine Reise Grossis nach Israel, Irans Erzfeind, kritisierte Chatibsadeh. "Grossi war zur falschen Zeit am falschen Ort und bei den falschen Leuten". Er warf Israel erneut vor, die Gespräche zur Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015 sabotieren zu wollen.

Seit Monaten wird über Irans Atomprogramm in Wien verhandelt, auch unter deutscher Beteiligung. Die Diplomatie steckt jedoch fest. Die neuerliche Beschränkung ist fast ausverhandelt, doch Washington und Teheran sind noch uneins über die Aufhebung von US-Sanktionen.

Die IAEA warnte zuletzt, dass Iran nur noch wenige Wochen benötige, um Ausgangsmaterial für eine Atombombe zu produzieren. Teheran betont immer wieder, Nukleartechnologie nur für friedliche Zwecke zu nutzen.

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