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Iran dementiert Deal zur Freilassung von inhaftierten Doppelstaatlern

·Lesedauer: 2 Min.

TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran hat Medienberichte über einen Deal, wonach fünf inhaftierte Doppelstaatler freigekauft werden könnten, dementiert. "Medienberichte und Aussagen sogenannter informierter Quellen bestätigen wir grundsätzlich nicht," sagte Außenamtssprecher Said Chatibsadeh am Montag. Die eingefrorenen iranischen Konten in ausländischen Banken hätten nichts mit einem Gefangenenaustausch zu tun, so der Sprecher auf einer Pressekonferenz in Teheran. Er räumte jedoch ein, dass es in diesem Zusammenhang immer wieder Gespräche, auch mit den USA, über Gefangenenaustausch gegeben habe.

Der libanesische Nachrichtensender Al-Mayadeen hatte am Sonntag berichtet, dass insgesamt fünf im Iran inhaftierte Doppelstaatler freigekauft werden sollen. Der Sender bezog sich dabei auf gut informierte Quellen im Iran. Dem Bericht zufolge, der auch im iranischen Staatsfernsehen erwähnt wurde, gehe es um vier Gefangene aus den USA und eine aus Großbritannien. Für die vier Iran-Amerikaner sollte der Iran 7 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro) und für die Britin 400 Millionen Pfund (460 Millionen Euro) aus den seit Jahren gesperrten iranischen Konten erhalten.

Al-Mayadeen nannte zwar keine Namen, aber bei den vier US-Bürgern gehe es voraussichtlich um drei Geschäftsmänner und einen Umweltschützer. Bei der Britin handele es sich definitiv um die Britin Nazanin Zaghari-Ratcliffe. Alle fünf wurden wegen angeblicher Spionage und Propaganda gegen das islamische Regime zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Britin kam nach fünf Jahren im März dieses Jahres zwar frei, wurde aber letzten Monat erneut wegen angeblicher Teilnahme an einer Demonstration vor zwölf Jahren zu einem Jahr Haft verurteilt.

Auch die USA und Großbritannien haben den Al-Mayadeen Bericht dementiert. Sie werfen dem Iran jedoch immer wieder vor, Gefangene als Druckmittel für die Freigabe seiner gesperrten Konten im Ausland zu benutzen. Teheran hat diese Vorwürfe stets zurückgewiesen. Dennoch ist in diesem Zusammenhang immer wieder von dem Iran-Amerikaner Jason Rezaian die Rede. Für den Korrespondenten der "Washington Post" in Teheran haben die Amerikaner im Januar 2016 - sechs Monate nach dem Wiener Atomabkommen - Milliarden aus den gesperrten iranischen Konten in den USA freigegeben.