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Interne Firmen-Mail von Elon Musk: Tesla will mehr als zehn Prozent seiner Stellen weltweit streichen, laut Medienbericht

 3000 der 12.500 Beschäftigten in der Tesla-Fabrik in Grünheide sollen entlassen werden. - Copyright: picture alliance / Xinhua News Agency | Ding Ting / ASSOCIATED PRESS | Patrick Pleul
3000 der 12.500 Beschäftigten in der Tesla-Fabrik in Grünheide sollen entlassen werden. - Copyright: picture alliance / Xinhua News Agency | Ding Ting / ASSOCIATED PRESS | Patrick Pleul

Tesla-Chef Elon Musk will einem Bericht zufolge angesichts der Flaute auf dem E-Automarkt weltweit mehr als ein Zehntel aller Stellen im Unternehmen streichen. Es sei sehr wichtig, sich jeden Aspekt im Unternehmen hinsichtlich Kosten und Produktivität anzusehen, zitierte das Branchenportal Electrek am Montag aus einer internen Mail des Firmenchefs. Nach einer eingehenden Prüfung habe das Unternehmen entschieden, die Stellenanzahl um mehr als zehn Prozent zu senken. Über die Mail berichtete auch das „Handelsblatt“. Tesla beschäftigte nach eigenen Angaben Ende des vergangenen Jahres gut 140.000 Mitarbeiter.

Tesla bekommt den Preiskampf auf dem größten Automarkt China zu spüren und lieferte im ersten Quartal mit knapp 387.000 Autos überraschend weniger Fahrzeuge aus als ein Jahr zuvor. Schon davor hatten sich nach den jahrelang starken Zuwächsen Zweifel am Wachstumstempo des Marktes gemehrt.

Auch in Deutschland sind Tesla-Mitarbeiter betroffen

In den USA greifen Kunden verstärkt zu Verbrenner- und Hybrid-Fahrzeugen. In China bekommt Tesla mehr Konkurrenz von einheimischen Herstellern und in Europa musste Tesla die Produktion in Grünheide bei Berlin zunächst wegen Lieferengpässen bei Bauteilen durch die Umleitung von Schiffen nach Angriffen jemenitischer Huthi-Rebellen im Roten Meer sowie nach einem Anschlag auf die Stromversorgung des Werks zeitweise aussetzen. Laut „Handelsblatt“ ist auch Grünheide vom Stellenabbau betroffen. Dort würden rund 3000 der 12.500 Beschäftigten entlassen, berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf zwei interne Quellen.

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An diesem Dienstag teilte Tesla der Deutschen Presse-Agentur diesbezüglich mit: "Diese Maßnahme prüfen wir und werden sie für die Gigafactory Berlin-Brandenburg vor dem Hintergrund aller arbeitsrechtlichen und mitbestimmungspflichtigen Erfordernisse unter Einbeziehung des Betriebsrates verfolgen." Die in Medienberichten genannte Zahl von 3000 betroffenen Stellen "entbehrt dabei jeder Grundlage".

Mit dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre sei es zu Doppelfunktionen in einigen Bereichen gekommen, hieß es laut Electrek in der Mail von Musk. Die Stellenstreichungen würden es dem Unternehmen erlauben, schlank, innovativ und hungrig auf die nächste Wachstumsphase zu sein.

hr/dpa

Dieser Artikel erschien am 15. April 2024 und wurde um eine Stellungnahme von Tesla bezüglich der Zahl betroffener Angestellte im Werk in Grünheide ergänzt.