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Internationaler Frauentag: Acht feministische Buchtipps zum 8. März

Konstantin Delles
·Editor
·Lesedauer: 4 Min.

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Lesende in einer feministischen Bibliothek in Uttar Pradesh, Indien (Bild: Amit Pasricha/IndiaPictures/Universal Images Group via Getty Images)
Lesende in einer feministischen Bibliothek in Uttar Pradesh, Indien (Bild: Amit Pasricha/IndiaPictures/Universal Images Group via Getty Images)

Seit über 100 Jahren wird am internationalen Frauenkampftag für die Gleichberechtigung demonstriert. Aktionen auf der Straße sind dieses Jahr aufgrund der Pandemie natürlich nur eingeschränkt möglich - vielleicht auch eine Gelegenheit, sich feministisch weiterzubilden. Denn der Kampf geht natürlich das ganze Jahr über weiter, selbstredend für alle Geschlechter.

Sarah Cooper: Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen

Comedian Sarah Cooper hat 2020 größere Bekanntheit erlangt, nachdem sie in grandiosen Lipsynch-Parodien den ganzen Wahnsinn von Donald Trumps Corona-Briefings persiflierte. In ihrem satirischen Business-Ratgeber, der pünktlich zum Frauentag auf Deutsch erscheint, spießt sie ebenso gnadenlos die Ungleichheiten in der Arbeitswelt auf. Mit Journalistin und Comedy-Autorin Anna Dushime wurde dabei auch noch eine Idealbesetzung für die Übersetzung gefunden.

Jacinta Nandi: Die schlechteste Hausfrau der Welt: Ein Erfahrungsbericht und Manifest

Über Gleichberechtigung in der Lohnarbeit wird gerne und viel diskutiert (vielleicht lieber, als sie umzusetzen), über die unbezahlte Haus- und Care-Arbeit dagegen immer noch zu wenig - auch in vermeintlich progressiven Kreisen bleibt sie nur allzu gerne und ohne große Diskussionen an den Frauen hängen. Jacinta Nandi nimmt sich dieses Themenkomplexes mit viel Engagement und Humor an - und dem Zorn einer zweifachen Mutter, die die ungleiche Lastenverteilung nur zu gut kennt.

Herausgeber_innenkollektiv: Wir wissen, was wir wollen: Frauenrevolution in Nord-und Ostsyrien

Zu den bedeutsamsten feministischen Projekten der letzten Jahre zählt ohne Zweifel die Revolution in Rojava (Nord- und Ostsyrien), die in jeder Phase maßgeblich von der kurdischen Frauenbewegung geprägt wurde. Sie ermöglichte unter widrigsten Umständen ein in der Region nie dagewesenes Maß an Gleichberechtigung, das unter großen Opfern vor dem sogenannten “Islamischen Staat” verteidigt wurde und nun akut durch die Aggressionen des türkischen Staates bedroht ist. Basierend auf zahlreichen Interviews mit Kämpferinnen und Aktivistinnen vor Ort liefert “Wir wissen, was wir wollen” eine aktuelle Bestandsaufnahme der Ideologie und Praxis dieser Frauenrevolution.

Sibel Schick: Hallo, hört mich jemand?

Journalistin und Autorin Sibel Schick ist definitiv eine feministische Stimmen, die gehört werden sollten. In ihren Kolumnen und Kommentaren für Medien wie “Missy” und die “taz” seziert sie den Sexismus, Rassismus und Klassismus in Deutschland mit unvergleichlicher Klarheit. Ihr erstes Buch versammelt viele dieser Texte zu einer anregenden Lektüre, die manchmal wehtut - und das auch tun soll.

Reyhan Şahin: Yalla, Feminismus!

Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray ist - unter anderem - Wissenschaftlerin und Rapperin und hat in "Yalla, Feminismus!" so einiges über den Sexismus in diesen beiden Welten zu erzählen. Dass sich dabei einige Parallelen zwischen dem Rap-Business und der "Fuckademia" auftun, sollte eigentlich nicht mehr allzu sehr überraschen. Der vielleicht wichtigste Teil des Buches ist aber Şahins in der endlosen "Kopftuchdebatte" dringend notwendige differenzierte Analyse des Themenkomplexes Hijab zwischen Islamismus und islamischem Feminismus.

Özlem Özgül Dündar, Mia Göhring, Ronya Othmann, Lea Sauer (Hg.): Flexen. Flâneusen* schreiben Städte

Wie das Patriarchat unsere Lebensrealität prägt, zeigt sich auch in den Städten, die großteils von Männern geplant und auf männliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das spiegelt sich auch in der Literatur wieder, so ist etwa die klassische Flaneursliteratur von privilegierten weißen cis-Männern geprägt - kein Wunder, hatte doch im 19. Jahrhundert außer ihnen kaum jemand die Zeit und die Freiheiten, nach Belieben durch die Gegend zu spazieren. “Flexen” setzt dem mit Beiträgen von Autor:innen wie Svenja Gräfen, Nadire Y. Biskin oder Anneke Lubkowitz marginalisierte Perspektiven auf den urbanen Raum entgegen - ein erfrischendes Experiment und eine der außergewöhnlichsten Anthologien der letzten Jahre.

Karen Köhler (Hg.): Briefe an die Täter (Akzente 3)

Schreiben als Akt des Widerstands: In diesem Band der Literaturzeitschrift "Akzente" widmen sich 16 Autorinnen, (unter anderem Mirna Funk, Karosh Taha und Yasmine M'Barek) ganz unterschiedlichen Taten in ebenso unterschiedlichen Texten und zeichnen so ein erschütterndes Bild der alltäglichen Gewalt.

Alisa Tretau (Hg.): Nicht nur Mütter waren schwanger: Unerhörte Perspektiven auf die vermeintlich natürlichste Sache der Welt

Kaum ein Aspekt des Lebens ist so natürlich und sogleich ideologisch derart umkämpft wie die Schwangerschaft. Viele ihrer Aspekte sind immer noch tabuisiert - vor allem, wenn am Ende kein traditionelles Familienidyll steht. Dieser erfrischende Sammelband bietet “unerhörte” Perspektiven auf Kinderwunsch und Schwangerschaft abseits der cis-Heteronorm, etwa queere Elternschaft, Scheinschwangerschaften, Abtreibung und Fehlgeburten.