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Impfmüdigkeit trotz Delta-Gefahr? Arztpraxen bestellen weniger Impfdosen als möglich

Mehr als sechs Monate nach dem Start der deutschen Impfkampagne hat mehr als die Hälfte der Deutschen mindestens die erste Impfung bekommen. Rund 36 Prozent der Bevölkerung ist voll geimpft. Obwohl die Impfgeschwindigkeit in den letzten Wochen deutlich zugenommen hat, sind wir jedoch noch weit entfernt von der so wichtigen Herdenimmunität, mit der die Pandemie wirklich enden würde. Diese würde eintreten, wenn zwischen 80 und 85 Prozent der Deutschen voll geimpft wären. Ein Ziel, das vor der dem Hintergrund der wachsenden Infektionsgefahr durch die Delta-Variante umso wichtiger erscheint.

Umso alarmierter wirken bislang vertrauliche Zahlen der Kassenärzte. Demnach bestellten Arztpraxen bundesweit für nächste Woche rund zwei Millionen Impfdosen Biontech – obwohl sie 2,2 Millionen hätten bestellen können. Noch größer ist die Differenz bei AstraZeneca: Von 1,1 Millionen Impfdosen, die nächste Woche für Praxen bereit gestünden hätten, wurden gerade mal 325.000 geordert.

Der Grund? Unklar. Zum einen haben in mehreren Bundesländern inzwischen die Ferien begonnen, sodass auch vermehrt Praxen in den Urlaub gegangen sein werden, heißt es aus Kreisen der Kassenärzte. Zum anderen könnte aber auch wachsende Impfmüdigkeit in der Bevölkerung eine Erklärung sein.

Denn seit wenigen Wochen klagen auch immer mehr Impfzentren, dass trotz aufgehobener Impfpriorisierung wöchentlich mitunter Hunderte Menschen nicht zur vereinbarten Zeit auftauchen oder freie Termine erst gar nicht gebucht werden. Auch hier ist nicht immer klar, was der Grund ist. Manche haben sich vorher bereits in Praxen oder beim Betriebsarzt geimpft, andere wollen ihren Urlaub nicht verschieben, heißt es von Impfzentrum-Verantworlichen.

In anderen Ländern ebbt das Impftempo bei ähnlichen Zahlen wie in Deutschland schon seit wenigen Wochen ab. Beim einstigen Impf-Vorreiter USA etwa glaubt trotz zahlreicher Impf-Anreize sogar im Supermarkt oder Restaurant inzwischen kein Experte mehr daran, dass die USA die Herdenimmunität erreicht. Der Hauptgrund: Impfgegner. Und bei uns? Laut einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts sagen 67 Prozent der bislang ungeimpften Erwachsenen, sich „auf jeden Fall“ beziehungsweise „eher“ impfen lassen zu wollen.

Forscher sehen es daher als fraglich, ob auch bei uns damit die Herdenimmunität erreicht wird, da die Quote dafür bei hochansteckenden Mutationen wie der Delta-Variante mit mindestens 80 Prozent recht hoch ist. Aus diesem Grund hoffen viele, dass sich möglichst viele Kinder und Jugendliche impfen lassen. Deren Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt immerhin fast 17 Prozent.

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