Deutsche Märkte schließen in 5 Stunden 50 Minuten
  • DAX

    11.739,98
    -323,59 (-2,68%)
     
  • Euro Stoxx 50

    2.999,33
    -71,27 (-2,32%)
     
  • Dow Jones 30

    27.463,19
    -222,19 (-0,80%)
     
  • Gold

    1.898,20
    -13,70 (-0,72%)
     
  • EUR/USD

    1,1754
    -0,0036 (-0,31%)
     
  • BTC-EUR

    11.575,60
    -60,89 (-0,52%)
     
  • CMC Crypto 200

    268,26
    +6,97 (+2,67%)
     
  • Öl (Brent)

    37,95
    -1,62 (-4,09%)
     
  • MDAX

    26.218,84
    -385,94 (-1,45%)
     
  • TecDAX

    2.879,24
    -35,22 (-1,21%)
     
  • SDAX

    11.552,96
    -313,48 (-2,64%)
     
  • Nikkei 225

    23.418,51
    -67,29 (-0,29%)
     
  • FTSE 100

    5.656,70
    -72,29 (-1,26%)
     
  • CAC 40

    4.621,24
    -109,42 (-2,31%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.431,35
    +72,41 (+0,64%)
     

ILO: Wegen Corona weltweit massive Einkommensverluste

·Lesedauer: 1 Min.

GENF (dpa-AFX) - Das Einkommen von Arbeitnehmern weltweit ist wegen der Corona-Pandemie drastisch eingebrochen. Der Rückgang dürfte von Januar bis Ende September 3,5 Billionen Dollar (rund drei Billionen Euro) betragen, berichtete die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Mittwoch in Genf. Das sei ein Rückgang von 10,7 Prozent zum Vergleichszeitraum 2019. In diesen Zahlen sind staatliche Einkommensbeihilfen nicht berücksichtigt. Die Menschen seien auf Einkommen angewiesen, um ihre Familien zu ernähren, sagte ILO-Generaldirektor Guy Ryder. "Die Folgen (dieses Verlustes) sind katastrophal", sagte er.

Betroffen sind demnach vor allem Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Steuerliche Anreize und staatliche Hilfen zur Stützung der Wirtschaft habe es vor allem in Ländern mit hohen Einkommen gegeben. Die armen Länder brauchten Schuldenerlass und mehr Entwicklungshilfe. Die schlimmsten Folgen könnten in den ärmsten Ländern mit 45 Milliarden Dollar verhindert werden - das sei weniger als ein Prozent von dem, was Länder mit hohen Einkommen in ihre Volkswirtschaften gepumpt hätten.

Weltweit sei die Zahl der Arbeitsstunden stärker eingebrochen als zunächst angenommen, schreibt die ILO. Im 2. Quartal 2020 seien verglichen mit dem 4. Quartal 2019 Arbeitsstunden im Umfang von 495 Millionen Vollzeitstellen (auf Basis einer 48-Stunden-Woche) weggefallen. Das entspreche 17,3 Prozent. Ohne Stützungsmaßnahmen wären 28 Prozent weggefallen, sagte Ryder. Im Juni war die ILO für das 2. Quartal noch von einem Verlust von Arbeitsstunden im Umfang von 400 Millionen Vollzeitstellen ausgegangen. Im 4. Quartal dürften noch Arbeitsstunden fehlen, die 245 Millionen Vollzeit-Stellen entsprechen, nicht, wie im Juni gehofft, 140 Millionen.